Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 020 - 31.03.2017

Arbeitsmarkt boomt: Erfahrung und Wissen Älterer nicht brach liegen lassen

Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat erneut gesunken ist, profitieren ältere Langzeitarbeitslose kaum davon.

Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen dazu: „Langzeitarbeitslose über 50 Jahre sind leider nicht genügend im Blickfeld der Arbeitgeber, wenn es darum geht, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zwar steigt die Beschäftigungsquote älterer Menschen, doch wer 50 Jahre oder älter und länger als ein Jahr arbeitslos ist, hat es schwer, am ersten Arbeitsmarkt wieder in Beschäftigung zu kommen. Die negative Sicht auf langzeitarbeitslose Ältere von Seiten der Arbeitgeber wird deren Erfahrungsschatz und Know-how nicht gerecht. Hier muss ein Umdenken und anderes Handeln stattfinden.“

Im Monat März 2017 sind in Thüringen über 40 Prozent der Arbeitslosen über 50 Jahre alt. „Die Angst arbeitsloser älterer Menschen, am Ende ihres Berufslebens mit Hartz IV auskommen zu müssen, ist leider berechtigt. Ihnen fehlen neben den Erwerbseinkünften zu-dem noch wertvolle Beitragsjahre in der Rentenversicherung. Ohne eine Aufwertung geringer Renten, so wie sie Gewerkschaften und Sozialverbände fordern, ist Altersarmut für langzeitarbeitslose Menschen vorprogrammiert,“ so Witt abschließend.

Hintergrund

Zu den Erfahrungen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Wiederaufnahme einer Beschäftigung und Vorbehalten der Arbeitgeber gibt der IAB Kurzbericht 08/2017 „Neueinstellung Älterer: Betriebe machen meist gute Erfahrungen“ Auskunft. http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb0817.pdf

 


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