Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 041 - 18.05.2016

Statt Deutschland-Rente: Rentenniveau muss wieder erhöht werden

Die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, fordert eine Stärkung der gesetzlichen Rente. Die sogenannte Deutschland-Rente hingegen sei nicht zukunftstauglich. „Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Das Rentenniveau muss stabilisiert und dann wieder angehoben werden. Wenn Menschen jahrzehntelang gearbeitet haben, müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Rente nicht Armut bedeutet. Wenn das Rentenniveau weiter abgesenkt wird, werden insbesondere Geringverdiener, darunter viele Frauen, ihr Alter in Armut verbringen.“

Das Vertrauen der Versicherten in die Deutsche Rentenversicherung beruhe auf der solidarischen und umlagefinanzierten Rente. Gerade weil das kapitalgedeckte und staatlich geförderte Riester-Modell auf ganzer Linie gescheitert sei, müssten die Menschen auf die gesetzliche Rente vertrauen können.

„Der Vorschlag der Minister Al-Wazir, Schäfer und Grüttner mit der sogenannten Deutschland-Rente nun ausgerechnet eine kapitalgedeckte Sparte an die Deutsche Rentenversicherung anzudocken, wird dem einen Bärendienst erweisen. Ihr Modell wird nicht dazu führen, dass etwa Geringverdiener besser dastehen als heute mit der Riester-Rente. Es geht nicht um die Frage, wo Menschen mit geringem Einkommen ihren nicht unerheblichen Eigenbeitrag ansparen, sondern wovon. Sie haben schlicht keinen finanziellen Spielraum für eigenfinanzierte Vorsorgeleistungen, “ so Kailing abschließend.

 


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