Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 051 - 29.06.2016

Kommission empfiehlt Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 Euro – 240 000 profitieren in Hessen

Die Mindestlohnkommission hat am Dienstag in Berlin beschlossen, der Bundesregierung eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 8,84 Euro je Stunde vorzuschlagen. Die Bundesregierung wird nun prüfen, ob sie dieser Empfehlung folgt und den gesetzlichen Mindestlohn per Rechtsverordnung zum 1. Januar 2017 anhebt.

Die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, hält den Kompromiss mit der Arbeitgeberseite für vertretbar: „In Hessen kommt die erste Erhöhung des Mindestlohns rund 240 000 Geringverdienern zu Gute. Sie werden ab 1. Januar etwas besser über die Runden kommen. Der höhere Mindestlohn ist aber auch positiv für die Wirtschaft sowie Steuer- und Sozialsysteme: Jeder Cent bedeutet bundesweit 70 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr – und damit mehr Steuer- und Beitragseinnahmen.

In Hessen sind die Löhne der untersten Einkommensgruppe in den "typischen" Mindestlohn-Branchen innerhalb des ersten Jahres gestiegen: im Gesundheits- und Sozialwesen um 4,4% und im Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz) um 4,0% – um nur einige Beispiele zu nennen.“

Hinweis:

Neue DGB-Datenkarte für alle Bundesländer: In allen Bundesländern sind die Löhne der untersten Einkommensgruppe in diversen Branchen deutlich gestiegen. Deutschlandweit hat die Beschäftigung in Branchen zugenommen, in denen der Mindestlohn für ein Lohnplus sorgte. https://www.dgb.de/-/gdw

 


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