Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 067 - 02.11.2017

DGB: Ausbildung besser machen

Die Veröffentlichung der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmarktdaten in Hessen zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen sowie einen leichten Anstieg der in Ausbildung mündenden Bewerberinnen und Bewerber. Aus Sicht des DGB Hessen-Thüringen ist das aber kein Grund, zufrieden zu sein. Denn nach wie vor sind insgesamt 1865 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz. Unter ihnen sind mit 62,6 Prozent auch diejenigen, deren Schulabschluss mindestens ein Jahr zurück liegt.

„Betriebe bekräftigen regelmäßig, dass sie keinen Nachwuchs finden und bezweifeln die Ausbildungsbereitschaft junger Menschen. Dabei sollten sie sich lieber die Frage stellen, ob ihr Angebot mit einer gesicherten Ausbildungsqualität und Zukunftsperspektiven für die jungen Menschen einhergeht“, so die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing. „Es ist zwar erfreulich, dass wieder mehr Ausbildungsstellen gemeldet worden sind, jedoch wird damit lediglich der Rückwärtstrend der letzten drei Jahre ausgeglichen. Das reicht nicht aus.“

Es dürfe auch nicht ignoriert werden, dass sich unter den in der Statistik als versorgt ausgewiesenen Bewerbern 4946 junge Menschen wiederfinden, die nun anstatt der angestrebten Ausbildung erst einmal etwas anderes machten wie etwa Praktika, ein Studium beginnen oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. „Diesen jungen Menschen bleibt die Chance auf einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr verwehrt. Wer die duale Ausbildung stärken und junge Menschen dafür gewinnen will, muss auch ein entsprechendes Angebot vorhalten.“

 


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