Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 040 - 17.06.2017

DGB: Gleichstellungspolitik statt Stillstand

Nicht erst seit dem Scheitern des Teilzeitgesetzes am Widerstand von Union und Arbeitgebern ist aus Sicht des DGB klar, die Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben bleibt auf der politischen Agenda. „Frauen müssen dazu in der Lage sein, ihre Existenz – auch mit Blick auf ihre Rentenansprüche – eigenständig zu sichern. Wir brauchen seitens der Politik daher Taten statt Stillstand. Das Rückkehrrecht von Teilzeit- in Vollzeit für Frauen umzusetzen wäre für die Bundesregierung eine gute Gelegenheit dazu gewesen. Millionen Frauen bleibt diese Möglichkeit nun weiterhin versagt – mit entsprechenden Folgen für Einkommen und Rentenansprüche, “ so die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing am Rande der 4. Bezirksfrauenkonferenz des DGB Hessen-Thüringen am Samstag in Fulda.

Solange steuerliche Fehlanreize, prekäre Beschäftigung und fehlende zeitliche Flexibilität an der Tagesordnung sind, wird sich die Situation für viele Frauen nicht ändern, so Kailing. Sie blieben immer auf das Einkommen des Partners angewiesen.

Renate Licht, Bezirksfrauensekretärin beim DGB Hessen-Thüringen, ergänzt: „Gebrochene Erwerbsbiografien verschärfen die Situation von Frauen. Nach wie vor sind es die Frauen, die den größten Teil der Sorge- und Pflegearbeit zu tragen haben.“ Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei für viele von ihnen graue Theorie. „Zwar sind immer mehr Frauen berufstätig, nach einer Unterbrechung aber viel zu oft in unfreiwilliger Teilzeit mit geringen Arbeitszeitvolumen. Wer Altersarmut von Frauen politisch wirklich etwas entgegensetzen will, darf deren besondere Situation nicht ignorieren, sondern muss ihr gerecht werden. Auch deshalb brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik.“

Hintergrund:

Am 17. Juni 2017 findet in Fulda im Maritim-Hotel am Schlossgarten die 4. Bezirksfrauenkonferenz des DGB Hessen-Thüringen statt. Die Konferenz steht unter dem Motto: „Rente – für ein Leben im Alter in Würde“.

Alle vier Jahre lädt der DGB Hessen-Thüringen die weiblichen Delegierten der Gewerkschaften aus Hessen und aus Thüringen zur Bezirksfrauenkonferenz ein. Dort gefasste Beschlüsse dienen als Grundlage für die weitere frauenpolitische Arbeit im Bezirk. An der Konferenz nehmen auch die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner und der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Herr Dr. Wolfgang Dippel, sowie die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hanack teil.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind ebenfalls herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen.

Rückfragen bitte an Renate Licht, Tel.: 0170 2290313

Weitere Informationen zur Bezirksfrauenkonferenz finden Sie hier http://hessen-thueringen.dgb.de/-/BT4

 

 


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