Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 073 - 11.10.2016

Der DGB Hessen-Thüringen trauert um Gert Lütgert

Der DGB Hessen-Thüringen trauert um den langjährigen stellv. Landesvorsitzenden des DGB Hessen, Gert Lütgert. Er ist am vergangenen Wochenende nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren verstorben. Die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

„Mit Gert Lütgert verliert die hessische Gewerkschaftsbewegung eine herausragende Persönlichkeit. Gert Lütgert hat sich immer für Bildungsgerechtigkeit sowie die politische und berufliche Bildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Auszubildenden eingesetzt. Seinem unermüdlichen Engagementhaben die hessischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub zu verdanken. Das Gesetz wurde 1985 – nach über 20 Jahren harter politischer Auseinandersetzungen – vom Hessischen Landtag beschlossen. Als Medienpolitiker hat er für eine starke öffentlich-rechtliche Medienlandschaft gekämpft. Die hessischen Gewerkschaften haben ihm viel zu verdanken. Wir werden sein Andenken bewahren.“

Zur Person

Gert Lütgert wurde 27. November 1939 in Frankfurt am Main geboren und wuchs im hessischen Dillkreis auf, wo er seine gewerkschaftliche und politische Arbeit begann. 1956 trat er in die IG Metall ein, 1957 wurde er Mitglied der SPD. Er wurde zum Kreisvorsitzenden der Gewerkschaftsjugend gewählt.

Von 1960 bis 1963 arbeitete er als Bildungsreferent bei der Landesarbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ Hessen.

Von 1963 bis 1976 war er als Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall angestellt und von 1967 bis 1972 auch Mitglied des Betriebsrates.

Von 1976 bis 1972 war er Mitglied der Prüfungsausschüsse der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK).

Im Jahr 1976 wurde er stellvertretender Vorsitzender des DGB Landesbezirks Hessen und Geschäftsführender Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ Hessen, sowie Vorsitzender des DGB-Bildungswerks Hessen e.V. Diese Ämter übte er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2002 aus.

Von 1982 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Edelstahlwerke Buderus AG und von 1986 bis 2002 Vorsitzender des Vereins zur Technologieberatung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim DGB-Landesbezirk Hessen e.V. (TBS).

Von 1994 bis 2001 war er Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Akademie der Arbeit e.V. und ebenfalls von 1994 an bis zum Jahr 2002 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Technologiestiftung Hessen GmbH.

Er war 1974 bis 1994 Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks. 1994 wurde er in dessen Verwaltungsrat gewählt und war von 1995 bis 2015 dessen Vorsitzender.

Lütgert war von 1970 bis 1995 für die SPD Mitglied des Hessischen Landtages.


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