Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 008 - 25.01.2014

DGB-Vorsitzender des Bezirkes Hessen-Thüringen gewählt

Bad Hersfeld, 25. Januar 2014

94 Delegierte (96%) aus Hessen und Thüringen haben heute auf der 4. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB Hessen-Thüringen in Bad Hersfeld Stefan Körzell erneut zum Vorsitzenden des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen gewählt. Er erhielt 4 Gegenstimmen. Es gab zwei ungültige Stimmzettel. Enthalten hat sich niemand. Damit ist der 51jährige zum dritten Mal im Amt bestätigt worden. Körzell leitet den Bezirk seit 2002.

„In Hessen und in Thüringen gibt es für den DGB in den nächsten Jahren viel zu tun. Bei den bundesweit anstehenden Betriebsratswahlen im kommenden März werden wir das Thema Mitbestimmung im Rahmen unserer Kampagne für eine neue Ordnung der Arbeit besonders auf die Agenda setzen. Denn betriebliche Mitbestimmung hat nur mit einem gewählten Betriebsrat eine gesetzliche Grundlage und Tarifverträge werden von Gewerkschaften ausgehandelt. So muss es in Zukunft auch bei Amazon in Bad Hersfeld und Zalando in Erfurt laufen.“

Der DGB streite in Hessen und in Thüringen weiter für ein Tariftreue- und Vergabegesetz, in dem das Prinzip guter Arbeit verankert ist. „In ein echtes Tariftreue- und Vergabegesetz gehören ein vergabespezifischer Mindestlohn von 8,50 Euro und umfassende Tariftreueregelungen im öffentlichen Personennahverkehr, was vor allem Hessen betrifft.“

Körzell appellierte an Bündnis 90/Die Grünen, die seit dem 18. Januar zusammen mit der CDU in Hessen regieren, ihre Vorhaben aus Oppositionszeiten diesbezüglich umzusetzen. Der Koalitionsvertrag bleibe Aussagen zu arbeitnehmerfreundlicher Politik schuldig.

Mit Blick auf die Kürzungsvorhaben beider Landesregierungen warnte Körzell davor, die Haushalte auf Kosten der Beamtinnen und Beamten, zulasten der öffentlichen Infrastruktur oder durch Sparen bei der Bildung zu sanieren.

„Wir brauchen mehr Einnahmen in den öffentlichen Kassen, damit öffentliche Aufgaben ausreichend finanziert werden können und der Staat handlungsfähig ist. Dazu erwarten wir entsprechende Initiativen im Bundesrat.“

Hinweis: Sie finden das Redemanuskript von Stefan Körzell sowie den Lebenslauf von  Körzell auf der Homepage des DGB Hessen-Thüringen.


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