Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 18 - 30.03.2017

DGB: Neue Zahlen zur Leiharbeit belegen Regulierungsbedarf

Die neuesten Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen zur Leiharbeitsentwicklung in Thüringen belegen aus Sicht des DGB Hessen-Thüringen, dass Leiharbeit keine Brücke in reguläre Beschäftigung ist. Die am kommenden Samstag in Kraft tretenden gesetzlichen Regelungen gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen werden daran nichts ändern.

„Das am 1. April in Kraft tretende Gesetz klärt zwar endlich die Abgrenzung zwischen Leiharbeit und Werkverträgen,“ so der stellv. Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt. „Es wird aber nicht dazu führen, dass Leiharbeitnehmer mehr soziale bzw. finanzielle Sicherheit erfahren. Weder wird durch das neue Gesetz geregelt, dass Leiharbeitnehmern vom ersten Tag an gleicher Lohn für gleiche Arbeit wie ihren festangestellten Kolleginnen und Kollegen zusteht, noch können sie darauf setzen, nach 18 Monaten festangestellt zu werden.“

Was einmal zum Abfangen von Auftragsspitzen gedacht war, habe sich „dank“ gesetzlicher Deregulierung zu einem fatalen Trend entwickelt, reguläre Arbeitsplätze durch Leiharbeit zu ersetzen. Dem muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden, so Witt abschließend.

Hintergrund: PM der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen zur Leiharbeitsentwicklung „Thüringen: Unternehmen setzen mehr Leiharbeiter ein“

 


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