Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 068 - 02.11.2017

DGB: Ausbildung besser machen

Die Veröffentlichung der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmarktdaten in Thüringen zeigt im Vergleich zum Vorjahr, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen leicht angestiegen ist. Dasselbe gilt für die Anzahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen konnten. Aus Sicht des DGB Hessen-Thüringen ist das aber kein Grund, zufrieden zu sein. Nach wie vor sind insgesamt 300 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz. Davon haben 80,7 Prozent ihren Schulabschluss vor mindestens einem Jahr gemacht.

„Betriebe bekräftigen regelmäßig, dass sie keinen Nachwuchs finden und bezweifeln die Ausbildungsbereitschaft junger Menschen. Dabei sollten sie sich lieber die Frage stellen, ob ihr Angebot mit einer gesicherten Ausbildungsqualität und Zukunftsperspektiven für die jungen Menschen einhergeht“, so der stellv. Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt. „Es ist zwar erfreulich, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen leicht angestiegen ist. Das reicht aber nicht aus.“

Es dürfe auch nicht ignoriert werden, dass sich unter den in der Statistik als versorgt ausgewiesenen Bewerbern 571 junge Menschen wiederfinden, die nun anstatt der angestrebten Ausbildung erst einmal etwas anderes machten wie etwa Praktika, ein Studium beginnen oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. „Diesen jungen Menschen bleibt die Chance auf einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr verwehrt. Wer die duale Ausbildung stärken und junge Menschen dafür gewinnen will, muss auch ein entsprechendes Angebot vorhalten.“

 


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