Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 082 - 29.08.2013

Körzell: „Entwicklung am Ausbildungsmarkt dramatisch“

"Die heute veröffentlichten Zahlen für den hessischen Arbeitsmarkt im Monat August bestätigen den DGB-Bezirksvorsitzenden Stefan Körzell in seinen Befürchtungen. „Wenn 8.444 der 15 bis 25-Jährigen am 1. September ohne Ausbildungsvertrag dastehen, dann ist das dramatisch.Dazu kommt, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen seit Jahren rückläufig ist – so auch diesmal. Von der positiven Stimmung, die laut neustem Ifo-Geschäftsklimaindex bei der deutschen Wirtschaft vorherrscht, entfällt nichts auf die Entwicklung am Ausbildungs- und Stellenmarkt. Man bleibt unter sich, von Fachkräftesicherung ist weit und breit nichts zu sehen.“

Die Hessische Landesregierung scheine die dramatische Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt nicht zur Kenntnis zu nehmen. Initiativen um den jungen Menschen eine Perspektive zu geben, blieben aus. „Die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU) singt das ewige Lied vom Fachkräftemangel und wird nicht müde zu behaupten, dass prekäre Beschäftigung ein adäquater Ersatz für eine ordentliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder einen Ausbildungsplatz ist. Dass das System alles andere als durchlässig ist, ist mittlerweile kein Spezialwissen mehr. Die VhU sollte ihre Mitgliedsunternehmen dazu bewegen, genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Sollte dies nicht geschehen, brauchen wir mehr außerbetriebliche Ausbildungsplätze, damit junge Menschen überhaupt eine Chance bekommen. Stattdessen aber wird sehenden Auges Fachkräftemangel produziert.“

 

 


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