Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 16.03.2018

EPD 2018: Frauenberufe aufwerten, Entgeltlücke schließen, befristete Teilzeit ermöglichen

Anlässlich des bevorstehenden Equal Pay Day, der in diesem Jahr auf den 18. März fällt, fordert der DGB die neue Bundesregierung auf, das Thema der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern ganz oben auf die politische Agenda zu setzen.

„Die Entgeltlücke von nach wie vor 21 Prozent belegt, dass politisches Handeln gefragt ist. Vor allem die deutlich schlechtere Bezahlung in typischen Frauenberufen muss beseitigt werden. So muss die neue Bundesregierung ihr Versprechen, Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege sofort und spürbar zu verbessern, umgehend einlösen“, so der Vorsitzende des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen, Michael Rudolph.

Auch die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern ist eine Ursache für die Entgeltlücke. Deswegen macht sich der DGB seit langem für ein Recht auf befristete Teilzeitarbeit stark. So soll verhindert werden, dass Frauen, die aufgrund von Familienpflichten ihre Arbeitszeit reduzieren, dauerhaft in der Teilzeitfalle landen. Auch steigt die Bereitschaft von Männern zur Übernahme von Familienpflichten, wenn die Reduzierung der Arbeitszeit von Anfang an begrenzt ist. Der Koalitionsvertrag sieht einen solchen Anspruch vor – allerdings nicht in Betrieben mit weniger als 45 Beschäftigten.  

„Arbeitszeiten müssen zum Leben passen. In manchen Lebensphasen müssen oder möchten die Beschäftigten weniger arbeiten. Es ist Aufgabe von Politik und Gewerkschaften, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Gewerkschaften haben das Thema Arbeitszeiten bereits fest auf ihrer Agenda“, so Rudolph. „Das zeigt u.a. der jüngste Tarifabschluss der IG Metall. Die Politik muss jetzt nachziehen: Einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitarbeit sollten alle Frauen und Männer unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ihres Arbeitgebers erhalten.“

 


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