Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 052 - 29.06.2016

Kommission empfiehlt Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 Euro – 190 000 profitieren in Thüringen

Die Mindestlohnkommission hat am Dienstag in Berlin beschlossen, der Bundesregierung eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 8,84 Euro je Stunde vorzuschlagen. Die Bundesregierung wird nun prüfen, ob sie dieser Empfehlung folgt und den gesetzlichen Mindestlohn per Rechtsverordnung zum 1. Januar 2017 anhebt.

Der stellv. Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, hält den Kompromiss mit der Arbeitgeberseite für vertretbar: „In Thüringen kommt die erste Erhöhung des Mindestlohns rund 190 000 Geringverdienern zu Gute. Sie werden ab 1. Januar etwas besser über die Runden kommen. Der höhere Mindestlohn ist aber auch positiv für die Wirtschaft sowie Steuer- und Sozialsysteme: Jeder Cent bedeutet bundesweit 70 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr – und damit mehr Steuer- und Beitragseinnahmen.

Dass der Mindestlohn wirkt, ist erwiesen. Gerade im Osten Deutschlands sind die Löhne der untersten Einkommensgruppe in den ‚typischen‘ Mindestlohn-Branchen innerhalb des ersten Jahres oft um zweistellige Prozentsätze gestiegen: in Thüringen bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten um 27,5%, im Gesundheits- und Sozialwesen um 10,7% und im Spiel-, Wett- und Lotteriewesen um 19,7%, um nur einige Beispiele zu nennen.“

 

Hinweis:

Neue DGB-Datenkarte für alle Bundesländer: In allen Bundesländern sind die Löhne der untersten Einkommensgruppe in diversen Branchen deutlich gestiegen. Deutschlandweit hat die Beschäftigung in Branchen zugenommen, in denen der Mindestlohn für ein Lohnplus sorgte. https://www.dgb.de/-/gdw


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