Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 62 - 03.08.2016

Ausbildungsmarkt Hessen: Bestenauslese beenden

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat Juli in Hessen fordert die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, die Arbeitgeber auf, die Bestenauslese bei der Ausbildungsplatzvergabe zu beenden und Schulabgängern aller Schulzweige eine Perspektive zu geben. Laut Arbeitsmarktstatistik sind 11.965 Ausbildungsstellen unbesetzt. Zeitgleich suchen 12.103 junge Menschen nach einer passenden Ausbildung. Davon sind überdurchschnittlich viele mit Haupt- und Realschulabschluss.

„Es kann nicht sein, dass Unternehmen in Hessen eine Bestenauslese betreiben und gleichzeitig über Bewerbermangel klagen. Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive, damit keiner auf der Strecke bleibt." Die Arbeitgeber müssten ein hohes Interesse haben, dass Schulabgänger aller Schulzweige eine Perspektive haben. Sie seien die Fachkräfte von morgen. Dazu müssten sie aber ausgebildet werden. Weshalb ein Ausbildungsplatz, für den bis vor einiger Zeit ein Haupt- und Realschulabschluss ausreichend war, heute nur noch Abiturienten zu Verfügung steht, sei nicht nachvollziehbar.

 


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