Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausstellungseröffnung, Vortrag und Diskussion

Berufsverbote, Verfassungsschutz- und Polizeigesetz

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Ausstellungseröffnung, Vortrag und Diskussion mit

Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt und Publizist, Internationale Liga für
Menschenrechte (Berlin), stellv. Richter am Staatsgerichtshof der Freien
Hansestadt Bremen
Sandro Witt, stellv. DGB-Vorsitzender Hessen-Thüringen
Thomas Eilers, Berufsverbot von 1978 bis 1989

1972, die Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Brandt (SPD) unterzeichnen den sogenannten Radikalenerlass. „Verfassungsfeinde“ sollten aus dem öffentlichen Dienst - Verwaltung, Polizei, Post, Bundesbahn, Schulen und Hochschulen - entfernt bzw. gar nicht erst eingestellt werden. Der Staat griff auf Erkenntnisse der Verfassungsschutzämter zurück. Bundesweit wurden 3,5 Millionen Personen überprüft und tausende wegen angeblich „mangelnder Gewähr der Verfassungstreue“ abgelehnt oder entlassen. Bespitzelung und Regelanfragen verunsicherten insbesondere viele junge Menschen. Diese Praxis führte auch zu zahlreichen Protesten aus dem Ausland. In (inter)nationalen Medien war das bis heute vergessene Kapitel bundesdeutscher Geschichte jahrelang präsent.


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