Deutscher Gewerkschaftsbund

Gute Arbeit im Bezirk Hessen-Thüringen

06.08.2012

"Helden des Alltags" - Sommertour 2012 gestartet

In Breuberg im Odenwald ist der Kindergarten gebührenfrei. Und wenn die Eltern eine extralange Betreuung wünschen, dann kostet es einen vergleichsweise geringen Betrag. Es gibt keine konfessionellen Kinderbetreuungsangebote, die Stadt hat alles in der Hand. Bürgermeister Frank Matiaske: "Das kostet uns ungefähr 120.000 Euro im Jahr, dass wir auf Gebühren verzichten. Klar, wir sind eine wohlhabende Kommune, aber wir haben uns auch politisch dafür entschieden, die Kinderbetreuung von Anfang an gebührenfrei zu stellen."

"Wir erreichen jetzt alle Kinder"

Das sei eine Frage der Prioritäten, sagt er weiter. Der Erfolg gibt ihnen recht. "Wir erreichen ALLE Kinder, seitdem das so ist." Früher sei das nicht so gewesen. Es habe immer Familien gegeben, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten geschickt hätten, warum auch immer. Dass jetzt eine breitere Bevölkerungsschicht erreicht werde, das mache sich auch in den Grundschulen am Lernniveau bemerkbar. So jedenfalls seien die Rückmeldungen. Auch für die GrundschullehrerInnen ist es leichter, wenn Kinder vorher bereits länger im Kindergarten waren.

Änderung im ErzieherInnenberuf gewünscht aber nicht so schnell durchsetzbar

Was den ErzieherInnen-Beruf angeht, sind keine schnellen Lösungen in Sicht, sagt Hannelore Kabel, Leiterin des Kindergartens "Pusteblume". "Wir haben zwei große Themen. Erstens: wie kriegen wir jungen Nachwuchs, wie machen wir den Beruf attraktiv. Zweitens: wie regelt man den Übergang der älteren Mitarbeiterinnen in den Ruhestand." In der Pusteblume sind fast alle Erzieherinnen über 50 Jahre alt. "Da kann man einfach manche Dinge nicht mehr so. Für andere wiederum ist man sensibler. Die Kräfte und Bedürfnisse verändern sich. Dafür müssen Konzepte entwickelt werden. Das wünschen wir uns."

Die Kolleginnen müssen gewertschätzt werden

Stefan Körzell und die anderen DGB-Vertreter diskutierten mit den Erzieherinnen, mit Bürgermeister Matiaske und Vertretern des Stadtparlaments zahlreiche politische Wege, mit diesem Zustand umzugehen. Die Gewerkschafter machten deutlich, dass ihnen insbesondere die Bezahlung und mit ihr die gesellschaftliche Wertschätzung des ErzieherInnenberufs ein Anliegen sind. Stefan Körzell: "Wir wollen nicht, dass eine Erzieherin ihr Leben lang geschafft hat und dann mit ihrer Rente hinten und vorne nicht rumkommt."

Und hier gibt es mehr zu lesen über die Sommertour 2012 und frühere

https://hessen-thueringen.dgb.de/themen/++co++1ef509dc-6407-11df-74dc-00188b4dc422


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