Deutscher Gewerkschaftsbund

31.08.2016

DGB: Weiterbildung und-qualifizierung für Langzeitarbeitslose das A und O

Der Arbeitsmarkt ist stabil. Die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen muss daher zu denken geben. Mit althergebrachten Vermittlungsstrategien ist diesem Problem offensichtlich nicht beizukommen. Der gesetzliche Vorrang von Vermittlung in ‚irgendeine‘ Arbeit statt Weiterbildung und -qualifizierung etwa ist nicht zukunftstauglich. Gerade in Hinblick auf den enormen Veränderungsdruck durch den digitalen Strukturwandel müssen Bildung und berufliche Anpassungsqualifizierung gleichermaßen für arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie für Beschäftigte weiter an Bedeutung gewinnen. Das ist das A und O, wenn die Vermittlung in Arbeit eine echte Perspektive sein soll.

Zu den wesentlichen Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit zählen fehlende Schul- und Berufsabschlüsse. Mit dem im August in Kraft getretenen Weiterbildungsstärkungsgesetz werde endlich gesetzlich klargestellt, dass auch die abschlussorientierte Weiterbildung für eine dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich sein kann. Damit habe sie Vorrang vor einer Jobvermittlung. Diese Änderung führe hoffentlich zu einer spürbaren Ausweitung der abschlussorientierten Weiterbildung.

Nachfolgend die Pressemeldungen für Hessen und Thüringen in vollem Wortlaut.


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