Deutscher Gewerkschaftsbund

Bildungsprogramm DGB-Jugend Hessen

Freistellung nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz (Bildungsurlaub)

Fast alle Wochenseminare sind als Bildungsurlaub nach dem Hssischen Bildungsurlaubsgesetz anerkannt. Das heißt, dass der Arbeitgeber für die Teilnahme an einem der Seminare fünf beziehungsweise sechs Tage Bildungsurlaub gewähren muss.

Dieser Anspruch ist im "Hessischen Bildungsurlaubsgesetz" (HBUG) geregelt. Das Gesetz gilt für alle ArbeitnehmerInnen in Hessen, egal ob in der privaten Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst. Für beamtete Kolleginnen und Kollegen, sowie für Zivis und SoldatInnen gelten andere Regelungen –- dazu bei einer der Kontaktadressen nachfragen. Der Anspruch auf Bildungsurlaub besteht erstmalig nach sechs Monaten Beschäftigungsdauer. Azubis im ersten Ausbildungsjahr können also ab März Bildungsurlaub machen.

Nach der verbindlichen Anmeldung (Eingang des Teilnahmebeitrags) schicken wir die Freistellungsunterlagen zu. Diese bestehen aus einer Anmeldebescheinigung, dem Seminarprogramm und einem vorformulierten Schreiben des/der BildungsurlaubsteilnehmerIn an den Arbeitgeber sowie einer Anmeldebescheinigung für die Berufsschule. Zusätzlich gibt es noch ein Merkblatt –- damit kann man dann eigentlich nichts verkehrt machen. Die Freistellung muss spätestens sechs Wochen vor Lehrgangsbeginn beim Arbeitgeber beantragt werden. Mit Glück klappen auch kürzere Fristen, aber der echte Anspruch ist dann weg. Will der Arbeitgeber die Freistellung verweigern, muss er dies innerhalb von drei Wochen erklären und begründen. Übrigens: Bei Azubis kann der betriebliche Arbeitsanfall nicht als Grund für die Ablehnung herangezogen werden!

Bei Schwierigkeiten mit der Freistellung helfen wir gerne. Ansprechpartner sind auch der Betriebsrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung.


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