Deutscher Gewerkschaftsbund

09.02.2015

Für Demokratie, Solidarität und soziale Gerechtigkeit – gegen Menschenfeindlichkeit

Erklärung des Bezirksvorstandes des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen

Der DGB-Bezirksvorstand Hessen-Thüringen hat sich in seiner ersten Sitzung des Jahres 2015 mit den auch in Hessen und Thüringen stattfindenden sogenannten Pegida-Demonstrationen befasst. Seit Monaten finden regelmäßig auch Gegenveranstaltungen statt, die von zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen des DGB und der Gewerkschaften in Bündnissen mitorganisiert werden.

Für Demokratie, Solidarität und soziale Gerechtigkeit – gegen Menschenfeindlichkeit

Der DGB Hessen-Thüringen und seine Mitgliedgewerkschaften stehen für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft, in der Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Wohlstand und ökologische Verantwortung für alle Menschen gewährleistet sind. Demokratie und Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt müssen erfahrbar sein.

Sie sind die entscheidende Grundlage für das tägliche Miteinander, wie wir es anstreben. Sie sind daher auch Voraussetzung dafür, soziale Interessengegensätze und Konflikte im internationalen Maßstab friedlich ausgleichen zu können.

So steht es im Grundsatzprogramm des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Aus diesem Selbstverständnis heraus lehnen wir jede Form der Menschenfeindlichkeit aus vermeintlich religiösen Gründen, aufgrund der Herkunft, der sozialen Lage oder des Lebensstils ab.

Pegida? Nicht in unserem Namen!

Wer gegen Sozialabbau, zu niedrige Löhne oder die politischen Verhältnisse demonstrieren will, der soll dies tun. Wer aber gegen Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft demonstriert und sie zu Sündenböcken macht, hat keinen Beifall verdient. Wut und Ängste gegen Menschen zu richten, die Unterstützung brauchen, ist beschämend und verdient ein klares Nein. Wir stehen an der Seite derer, die diesen haltlosen und dumpfen Angriffen ausgesetzt sind.

Wenn Menschen aus anderen Ländern flüchten, weil sie verfolgt werden, weil sie unter den ökonomischen Bedingungen in ihren Herkunftsländern nicht leben können, müssen wir ihnen helfen. Städte und Gemeinden, die die Menschen unterbringen und versorgen, müssen finanziell so ausgestattet werden, dass sie ihren Aufgaben nachkommen können.

Menschenwürdig, sozial und gerecht - beteiligt Euch!

Der DGB Hessen-Thüringen und seine Mitgliedgewerkschaften fordern Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf Flagge und Gesicht zu zeigen für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit.

Ob auf den friedlichen und gewaltfreien No-Pegida-Demonstrationen, im Betrieb, auf der Dienststelle, im Verein, am Stammtisch oder im Freundeskreis: Eine menschenwürdige und sozial gerechte Gesellschaft kann nur entstehen und Bestand haben, wenn ihre Mitglieder bereit sind, sie gleichberechtigt zu entwickeln, zu verteidigen und dem täglichen Konkurrenzkampf und der Entsolidarisierung etwas entgegen zu setzen.


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