Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 29 - 29.03.2019
Thüringen

DGB: Gute Arbeit ist auch eine Frage der Zeit

„Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist positiv und kann für viele Menschen auch das Ende des Pendelns bedeuten. Dafür müssen aber die Arbeitsbedingungen in Thüringen weiter verbessert werden“, so Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgestellten Zahlen zum Arbeitsmarkt im März 2019 in Thüringen.

Rudolph appelliert an die Arbeitgeber, bei ihren Anstrengungen im Bereich der Gewinnung von Fachkräften verstärkt die Pendlerinnen und Pendler in den Blick zu nehmen: „Wenn Thüringen als Arbeitsstandort attraktiv werden will, müssen die Unternehmen ihren Beschäftigten attraktive Arbeitszeitmodelle bieten. Dies ist derzeit oft nicht der Fall. Thüringer Beschäftigte arbeiten durchschnittlich knapp drei Wochen länger im Jahr, als Beschäftigte in anderen Bundesländern. Der Anteil von Beschäftigten, die regelmäßig in Schicht arbeiten, ist um ein vielfaches höher. Es gibt nach wie vor immer noch deutlich mehr Auspendler als Einpendler, weil die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten andernorts einfach besser sind. Einpendelnde ArbeitnehmerInnen, die am Tag mehrere Stunden mit dem Auto oder Zug zurücklegen müssen, brauchen an anderen Stellen Freiräume – über Home Office-Regelungen oder mobiles Arbeiten zum Beispiel. Gute Arbeit ist auch eine Frage der Zeit. Und hier brauchen Beschäftigte mehr Souveränität.“


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