Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 064 - 01.09.2015

DGB fordert Offensive in Sachen Ausbildungsqualität

Trotz der komfortablen Lage am hessischen Ausbildungsmarkt sind immer noch mehr als 8.000 junge Menschen ohne einen Ausbildungsvertrag.

„Wie kann es sein, dass bei solch günstigen Bedingungen immer noch junge Menschen zum 1. September auf der Straße stehen?“, so die DGB Bezirksvorsitzende Gabriele Kailing. „Die Politik und die Wirtschaft müssen jetzt handeln, damit niemand ohne berufliche Bildung bleibt. Nur eine Offensive in der Vermittlung und in der Qualität der beruflichen Bildung kann diesen Missstand aufheben.“

Die unbesetzten Stellen lassen sich bestimmten Branchen zuordnen. Hierbei handelt es sich vor allem um Bereiche, in denen schon seit Jahren keine Verbesserung der Ausbildungsqualität festzustellen ist.

„Insbesondere im Hotel- und Gaststättenbereich und im Einzelhandel hören wir häufig von miserablen Bedingungen in der Ausbildung, die so weit gehen, dass sogar Gesetze umgangen werden. Da ist es nicht verwunderlich, wenn junge Menschen in diesen Bereichen keine Ausbildung absolvieren wollen“, sagt die DGB-Vorsitzende.

Der DGB fordert stärkere Kontrollen in den Unternehmen und eine tiefergehende Analyse darüber, weshalb es so schwierig ist, gerade in den genannten Branchen für betrieblichen Nachwuchs zu sorgen.

Für Rückfragen ist Fabian Wagner unter 0151-15174784 zu erreichen.


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