Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 06 - 24.01.2019

DGB begrüßt die Einführung eines zusätzlichen Feiertags in Thüringen

Anlässlich der Anhörung des Innen- und Kommunalausschusses des Thüringer Landtags zum ‚Dritten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feier- und Gedenktagsgesetzes – Einführung des Weltkindertages als gesetzlicher Feiertag‘ erklärt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen:

„Wir begrüßen den Gesetzesentwurf der drei Regierungsfraktionen, den Weltkindertag am 20. September zum gesetzlichen Feiertag in Thüringen zu erklären. Aus unserer Sicht ist dies ein guter Vorschlag, um den Rechten von Kindern mehr Aufmerksamkeit zu schenken und auf das große Problem der Kinderarmut aufmerksam zu machen. Auch mit Blick auf die zunehmende Entgrenzung zwischen Arbeits- und Lebenszeit ist die Schaffung dieses Feiertages ein wichtiges Signal.

Ein zusätzlicher Feiertag für die Thüringer Beschäftigten ist nur gerecht. Mit derzeit zehn gesetzlichen Feiertagen befindet sich Thüringen im Vergleich zu anderen Bundesländern am unteren Ende. Ein zusätzlicher Feiertag steigert die Attraktivität des Arbeitsstandorts Thüringen. Um Fachkräfte zu sichern und zu gewinnen – auch aus anderen Bundesländern – ist ein weiterer Feiertag nützlich. Die Gewerkschaften legen dabei besonderen Wert auf Zeiten allgemeiner Arbeitsruhe. Dies gilt für Thüringen in besonderem Maße, da gerade die Belastung durch Schichtarbeit und die hohe Anzahl an Überstunden die Arbeitszufrieden-heit im Freistaat deutlich einschränkt. 2017 arbeiteten die Thüringer Beschäftigten durch-schnittlich 76 Stunden länger als der Bundesdurchschnitt – also fast zwei Wochen. Der zu-sätzliche Feiertag ist also durch die Beschäftigten bereits mehrfach bezahlt", so Rudolph.

Es wäre nur konsequent, wenn die Landesregierung die Einführung weiterer Feiertage in Betracht ziehen würde. Der DGB Hessen-Thüringen schlägt hierfür den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus vor. „Dies wäre ein gutes Zeichen für zivilgesellschaftliches Engagement in Vereinen und Verbänden und gegen den Rechtsruck im Freistaat Thüringen", betont Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen.

An der Anhörung im Landtag nimmt für den DGB Hessen-Thüringen der stellvertretende Bezirksvorsitzende Sandro Witt teil.


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