Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 66 - 31.07.2019

Körperlich schwere Arbeit darf nicht krank machen!

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juli durch die Bundesagentur für Arbeit erklärt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Natürlich freuen wir uns über die nach wie vor gute Entwicklung am Arbeitsmarkt. Allerdings darf man nicht allein auf die Zahlen schauen, sondern muss sich auch mit der Qualität und den Arbeitsbedingungen auseinandersetzen. Hier besteht an vielen Stellen deutlicher Verbesserungsbedarf. Auch im Zeitalter von Digitalisierung und Automatisierung ist für viele Beschäftigte schwere körperliche Arbeit an der Tagesordnung. Die Minimierung gesundheitlicher Risiken für die Betroffenen muss oberste Priorität haben – nicht nur bei der derzeitigen Hitzewelle.“

Laut einer aktuellen Sonderauswertung des DGB Index Gute Arbeit, einer repräsentativen Befragung von über 8.000 Beschäftigten, arbeiten mehr als die Hälfte der Befragten regelmäßig in ungünstigen Körperhaltungen. In den Pflegeberufen gaben dies sogar drei von vier Beschäftigten an. „Es bedarf insgesamt mehr Anstrengungen der Unternehmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Digitale Assistenzsysteme und moderne Robotik müssen ebenso für Entlastung sorgen, wie ein Wechsel der Tätigkeiten und zusätzliche Pausen. Der Erhalt der Gesundheit und der Beschäftigungsfähigkeit muss an erster Stelle unternehmerischer Personalpolitik stehen“, so Michael Rudolph.


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