Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 82 - 30.09.2019

Thüringer Beschäftigte arbeiten 65 Stunden mehr als Bundesdurchschnitt

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen für September, durch die Bundesagentur für Arbeit, erklärt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen:

„Die Beschäftigten in Thüringen arbeiteten im vergangenen Jahr 65 Stunden mehr als der bundesweite Durchschnitt – nämlich 1.370 Stunden. Das sind mehr als anderthalb Arbeitswochen zusätzlich. Nur Mecklenburg-Vorpommern steht im bundesweiten Vergleich noch schlechter da. Wenn man Thüringen als attraktiven Standort im Werben um die Fachkräfte der Zukunft etablieren will, müssen die Arbeitgeber gute Arbeitsbedingungen schaffen.

Dazu gehört, neben tariflicher Bezahlung, vor allem eine fortschrittliche Arbeitszeitpolitik. Beschäftigte achten immer mehr auf eine ausgewogene Work-Life-Balance, stellen beruflichen Erfolg nicht über alles. Stattdessen kümmern sie sich beispielsweise um Familie oder Ehrenamt. Dies gilt es, als Arbeitgeber zu unterstützen.

Von großer Bedeutung sind die Gespräche in der Metall- und Elektroindustrie zwischen IG Metall und Arbeitgebern. Ziel der Gespräche ist es, aus Sicht der Gewerkschaften, die Angleichung des Tarifvertrags in Ostdeutschland an die 35-Stunden-Woche im Westen zu vollziehen. Bisher beharren die Arbeitgeberverbände – auch 30 Jahre nach dem Mauerfall – weiterhin auf unterschiedlichen Regelungen für Ost und West. Ostdeutsche Beschäftigte sollen demnach immer noch länger arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen. Das lehnen wir entschieden ab!“


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