Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 92 - 01.10.2013
Pressemitteilung

DGB fordert stärkeres politisches Engagement am Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt Hessen im September 2013

Die heute veröffentlichten hessischen Arbeitsmarktdaten für den Monat September müssen aus Sicht des DGB-Bezirksvorsitzenden Stefan Körzell sehr ernst genommen werden.

„Die Einschätzung der Regionaldirektion, wonach sich die Arbeitskräftenachfrage entgegen dem positiven Wirtschaftswachstum entwickelt, stützt unsere gewerkschaftliche Kritik an der Personalpolitik in vielen hessischen Betrieben. Der erhebliche und anhaltende Rückgang gemeldeter Stellen führt die Diskussion über fehlende Fachkräfte ad absurdum. Der Bericht der Fachkräftekommission des Landes Hessen hat bereits vor einem Jahr aufgezeigt, dass vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung erheblicher Handlungsbedarf besteht. Die Arbeitgeber scheinen sich aber lieber mit Hochglanzbroschüren ablichten zu lassen, als Fachkräfte einzustellen oder für deren Ausbildung zu sorgen.“

Der Abschlussbericht enthalte Vorschläge, wie die nötigen Rahmenbedingungen auf der politischen Ebene angegangen werden können und jungen Menschen ebenso wie älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Chancen einräumen. Stichworte seien hier die Verbesserung des Übergangs von Schule und Beruf, die Entwicklung Lebenslangen Lernens zum Standard in Hessen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt.

„Gerade mit Blick auf die Energiewende und das dort vorhandene arbeitsmarktpolitische Potenzial gibt es erheblichen Handlungsbedarf. Wenn eine neue Landesregierung es wirklich ernst meint mit der Energiewende in Hessen, dann wird sie diese auch als Chance für technische Innovationen, neue Beschäftigungsfelder und kommunales Wirtschaften nutzen.“ Dieses Feld brach liegen zu lassen, käme einer politischen Bankrotterklärung gleich.

„Besondere Aufmerksamkeit muss weiterhin dem Ausbildungsmarkt gelten. Die künftige Landesregierung ist gefordert, konkrete und zeitnah umzusetzende Initiativen auf den Weg zu bringen, damit junge Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Der Übergang zu einer neuen Landesregierung darf nicht zu ihren Lasten gehen.“

Die bisherige Landesregierung habe es in diesem Jahr versäumt, die Arbeitgeber daran zu erinnern, Ausbildungsstellen zu schaffen. Initiativen des Landes für unversorgte Bewerberinnen und Bewerber seien ausgeblieben.


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