Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 22 - 19.03.2019
Landespressekonferenz im Thüringer Landtag

DGB Hessen-Thüringen: Gute Arbeit und Gutes Leben in Thüringen

Landtagswahl in Thüringen 2019

Am 27. Oktober 2019 werden die Thüringerinnen und Thüringer ihren neuen Landtag wählen. Aus diesem Anlass wurden bei der heutigen Landespressekonferenz im Thüringer Landtag die Anforderungen der Gewerkschaften an eine zukünftige Landesregierung vorgestellt. In den gemeinsam mit den Mitgliedsgewerkschaften formulierten Forderungen haben wir die drängendsten Probleme der Menschen Thüringens benannt.

Dazu sagt Michael Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Wir wollen für die Thüringerinnen und Thüringer endlich mehr Lohngerechtigkeit und eine echte Angleichung an das Westniveau. Gute Arbeit und Gutes Leben in Thüringen sind unsere Kernforderungen. Thüringen muss für Gute Arbeit, gute Bildung und sozialen Zusammenhalt stehen. Die künftige Landesregierung ist gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Tarifbindung zu erhöhen. Hierauf müssten künftig die Wirtschaftsförderung des Landes und die Vergabe öffentlicher Aufträge noch stärker abzielen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt arbeiten die Thüringerinnen und Thüringer drei Wochen pro Jahr mehr und bekommen dabei 24 Prozent weniger Geld! Das ist Lohn- und Zeitraub. Diese Ungerechtigkeit muss endlich überwunden werden!“

Rudolph weiter: „Die aktuelle Landesregierung hat Forderungen und Vorschläge der Gewerkschaften – stärker als Vorgängerregierungen – aufgegriffen und teils bereits umgesetzt. Dies sind erste Schritte in die richtige Richtung. Diese Richtung muss aber beibehalten werden, um das Ziel Gute Arbeit für Thüringen nachhaltig zu erreichen.“

Bezahlbarer Wohnraum sei in Großstädten Mangelwahre. Der DGB fordere eine Erhöhung der Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und einen besseren Schutz von Mieterinnen und Mietern vor Kündigungen und Mietsteigerungen. Wohnen dürfe nicht zur Armutsfalle werden, mahnte Rudolph.

Auch in Sachen Bildung sei noch einiges zu tun, sagt Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Zu einem Guten Leben gehört Teilhabe und Chancengleichheit – unabhängig von Einkommen, Alter, Wohnort oder Herkunft. Chancengleichheit muss weiterhin Ziel der Bildungspolitik und aller Bildungseinrichtungen sein. Bildung ist ein Menschenrecht und muss kostenfrei zugänglich sowie qualitativ hochwertig sein. Hierbei ist Mobilität und Weiterbildung genauso essentiell wie die Frage der Personalausstattung. In diesem Sinne bedarf es einer Novellierung des Bildungsfreistellungsgesetzes. Wir fordern für Auszubildende, ebenso wie für alle anderen, einen Freistellungsanspruch für fünf statt drei Tage. Außerdem muss das Azubiticket, mit Beteiligung der Arbeitgeber, weiterentwickelt werden.“

Unsere Gesellschaft solle bunt und vielfältig und vor allem demokratisch und gleichberechtigt bleiben. Die Landesregierung müsse sich deshalb weiter aktiv für eine gelebte Willkommenskultur und gleichermaßen für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen engagieren.

Rudolph und Witt abschließend: „Setzen wir uns gemeinsam für gelebte Solidarität und ein gutes, mitmenschliches Zusammenleben in Thüringen ein.“


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