Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 024 - 01.05.2024

Tag der Arbeit in Hessen und Thüringen: 22.500 Menschen für „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“ auf der Straße

„Rund 22.500 Menschen sind heute im DGB-Bezirk Hessen-Thüringen für mehr Lohn, mehr Freizeit und mehr Sicherheit auf die Straße gegangen, 17.000 davon in Hessen und 5.500 in Thüringen. Wir sind mit den Teilnehmerzahlen sehr zufrieden“, so der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph zum 1. Mai 2024.

Im DGB-Bezirk Hessen-Thüringen fanden insgesamt 67 Veranstaltungen zum 1. Mai statt. In Hessen waren es 49, in Thüringen 18. In Thüringen sprach Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, vor 1.000 Menschen in Erfurt.

Am Tag der Arbeit erinnern die Gewerkschaften an ihre Kernforderungen und rufen dazu auf, Arbeit und Einkommen für die Zukunft zu sichern und Perspektiven zu schaffen. Dazu erklärt Michael Rudolph heute in Erfurt:

„Die Tarifbindung ist die entscheidende Stellschraube für gute Einkommens- und Arbeitsbedingungen. Beschäftigte in Betrieben mit Tarifvertrag verdienen deutlich mehr und arbeiten eine Stunde kürzer als Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Betrieben. Die Gewerkschaften kämpfen dafür, dass wesentlich mehr Menschen Tariflöhne bekommen.

Hier ist auch die Politik gefragt. Der Bund und die Länder müssen ihre Möglichkeiten zur Stärkung der Tarifbindung nutzen. Mit dem Vergabegesetz haben sie ein wirksames Instrument zur Hand. Öffentliche Aufträge müssen konsequent an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen. Öffentliches Geld muss in regionale Betriebe fließen, die ihren Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen bieten. Nur so kann Lohndumping wirksam bekämpft werden“, betont Rudolph.

Außerdem fordert der DGB, stärker in die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit zu investieren. Für den Aufschwung brauche es höhere Löhne, um die Kaufkraft der Menschen zu sichern. Erforderlich seien zudem Investitionen in den Wandel der Wirtschaft und die öffentliche Infrastruktur.

Die zentrale hessische Mai-Kundgebung fand in Frankfurt statt, wo Renate Sternatz vor rund 5.000 Menschen sprach.  

Sternatz kritisierte in ihrer Rede die Angriffe der FDP auf den Sozialstaat, insbesondere die Rente und das Bürgergeld scharf. Gerade in diesen Zeiten müsse die soziale Gerechtigkeit im Vordergrund stehen. Sie forderte die Länder und Kommunen auf, Programme zur Bekämpfung der Armut aufzulegen. Eine besondere Rolle müsse dabei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum spielen.

Sternatz weiter: „Mehr soziale Gerechtigkeit bedeutet auch ein gerechtes Steuersystem. Seit Jahrzehnten hat man starke Schultern entlastet. Schwache hingegen hat man belastet. Deshalb ist klar: Wir brauchen eine Erbschaftssteuer ohne Ausnahmen für Betriebsvermögen und endlich wieder eine Steuer auf große Vermögen. Eine solche Steuerpolitik könnte einen wichtigen Beitrag gegen Ungleichheit leisten.“

 


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