Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 72 - 31.07.2013
Pressemitteilung

Körzell: „Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen besorgniserregend“

Arbeitsmarktdaten Hessen

Ausbildung

DGB

Zu den heute veröffentlichten Arbeitmarktdaten für Juli in Hessen erklärt der Vorsitzende des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen, erklärt Stefan Körzell in Frankfurt am Main:

„Der Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahrs ist ein fatales Zeichen für die jungen Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. 41.163 Bewerberinnen und Bewerbern stehen nur 31.064 Lehrstellen gegenüber. Viele von denen, die jetzt suchen, haben sich bereits in den vergangenen Jahren erfolglos um einen Ausbildungsplatz bemüht. An ausbildungswilligen und talentierten Menschen mangelt es jedenfalls nicht; im Gegensatz zu dem, wie es die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU) seit Monaten versucht, in der Öffentlichkeit darzustellen.

Erneut wird klar, dass die VhU von der Lebenswirklichkeit junger Menschen soweit entfernt ist, wie die Erde vom Mars. Anstatt beharrlich über fehlende Fachkräfte zu schwadronieren, wäre es jetzt an der Zeit, dass die VhU auf ihre Mitgliedsunternehmen einwirkt, den jungen Menschen eine Ausbildung und damit eine Perspektive zu geben.“

Diese wollten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein. Die VhU werde nicht müde, die hohen Ausgaben für staatliche Transferleistungen zu beklagen. Dabei die Arbeitgeber es selbst in der Hand, durch Einstellung in Ausbildung und Arbeit Perspektiven für ein Einkommen ohne staatliche Transferleitungen zu schaffen.

„Vor der jetzigen Situation am Ausbildungsmarkt hat der DGB Hessen-Thüringen seit Monaten gewarnt. Die Arbeitgeber hingegen legen die Hände in den Schoß und rufen die Politik um Hilfe, um den Fachkräftemangel zu beheben. Wenn sich das Verhalten der Arbeitgeber nicht schlagartig ändert und sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden, muss das Instrument der Ausbildungsumlage zur Anwendung kommen,“ so Körzell abschließend.


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