Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 091 - 01.12.2015

DGB: Arbeitsmarktintegration endlich ermöglichen

Aus Sicht des DGB ist damit zu rechnen, dass der positive Trend am Arbeitsmarkt im kommenden Jahr vorbei ist, wenn die Integration von Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen nicht endlich vorangebracht wird. Sandro Witt, stellv. Vorsitzender des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen erklärt dazu anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Thüringen im November:

„Die Arbeitsförderung hat eine Schlüsselrolle für einen erfolgreichen beruflichen Neustart bzw. eine gelungene Integration. Fehlende Arbeitsmarktinstrumente im SGB-II-System jedoch zementieren Ausgrenzung. Schon lange erfahren hunderttausende arbeitslose Menschen das Arbeitslosen-Fürsorgesystem als Endstation ihres Arbeitslebens. Wir brauchen daher abrufbare Integrations-Leistungen und Rahmenbedingungen, die ein armutsfestes Einkommen und persönliche Entwicklungschancen ermöglichen.“

Der Versuch, geltende Standards bei Entlohnung oder Sozialleistungen auszusetzen bzw. abzuschaffen, trage überdies nicht zur Lösung des Problems bei. Permanente Angriffe auf den Mindestlohn oder das Asylbewerberleistungsgesetz verstärkten soziale Ungleichheit und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass Flüchtlinge hauptsächlich wegen der Sprachbarriere oder nicht anerkannter Qualifikationen vorwiegend in prekären Beschäftigungsverhältnissen angenommen werden. „Wer will, dass Integration gelingt, der darf nicht auf unqualifizierte und ungesicherte Dienstleistungsarbeitsplätze setzen,“ so Witt abschließend.


Nach oben

Kontakt

So er­rei­chen Sie uns
Logo DGB
dgb / ske
DGB Hessen-Thüringen Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77 60329 Frankfurt Telefon 069-273005-52 oder -31 Telefax 069-273005-55
weiterlesen …