Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 047 - 10.09.2018

DGB: Gute Einkommens- und Arbeitsbedingungen gibt es nur mit Tarifverträgen

Anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde im thüringischen Landtag zum Thema Lohnentwicklung, erklärt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen:

„Der Anstieg der Bruttolöhne um über 26 Prozent seit 2010 verweist zwar darauf, dass Thüringen nicht mehr Niedriglohnland Nummer eins ist. Allerdings darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass die langjährige Strategie, mit Niedriglöhnen Standortpolitik zu betreiben, für ein sehr niedriges Lohnniveau gesorgt hat.“

Die Mehrzahl der Arbeitgeber sei sich der Bedeutung von guten Arbeits- und Einkommensbedingungen offensichtlich nicht bewusst. Nach wie vor belege Thüringen im bundesweiten Vergleich nur Platz 13.  Nur etwas mehr als jeder fünfte Betrieb (22 Prozent) ist laut IAB-Betriebspanel 2017 an einen Flächen- oder Haustarifvertrag gebunden, so Rudolph.

„Wir erwarten, dass die Thüringer Arbeitgeber nicht nur das hohe Lied der Tarifautonomie singen, sondern diese auch praktizieren. Wir fordern sie daher auf, mit den Gewerkschaften Tarifabschlüsse abzuschließen, die die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten tatsächlich verbessern und sichern“. Das sei zudem in ihrem ureigenen Interesse, wenn sie in Zukunft Fachkräfte für Thüringen gewinnen und halten wollen.

 


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