Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 043 - 02.06.2020

DGB Hessen-Thüringen: Keine Lockerungen in der Wirtschaft ohne Perspektive und Absicherung für die Beschäftigten!

Frankfurt/Main, 2. Juni 2020

Der DGB Hessen-Thüringen appelliert an die Landespolitik, bei den Diskussionen um weitere Lockerungen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen, die jeweiligen Lebensrealitäten der Beschäftigten als Erstes zu berücksichtigen. „Nicht nur aus Gründen des Infektionsschutzes ist bei der Rückkehr zur Normalität in den Betrieben oberste Vorsicht geboten. Wichtig ist, dass die Beschäftigten am Arbeitsplatz ausreichend geschützt sind und sie gleichzeitig eine Perspektive aufgezeigt bekommen, wie sie die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit mit den familiären Verpflichtungen in dieser coronabedingte Sondersituation vereinbaren können“, so Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen.

Besonders skeptisch blickt der Gewerkschafter auf die seit dem heutigen Tag geltenden weiteren Öffnungen der Kindertagesstätten und Schulen in Hessen: „Was uns die hessische Landesregierung als Öffnung der Kitas und Schulen verkauft, ist in Wahrheit nicht mehr als eine minimale Erweiterung des Notbetriebs. Eltern bekommen dadurch kaum mehr Planungssicherheit, wenn sie ihre Kinder beispielsweise an zwei Tagen in der Woche für jeweils drei Stunden in die Betreuung geben können. Außerdem führt die Entscheidung des Sozialministeriums, die konkrete Ausgestaltung der Öffnungen komplett den Kommunen und den Trägern zu überlassen zu einem unübersichtlichen Flickenteppich, indem das Chaos vorprogrammiert ist. Dringend überfällig ist ein Kita- und Schul-Gipfel, wo Elternvertretungen, Sozialpartner und Landesregierung gemeinsam beraten, wie die unterschiedlichen Interessen in der Corona-Krise unter einen Hut gebracht werden können“, so Rudolph und ergänzt: „Die Sozialpartner müssen bei jeder weiteren Lockerungsmaßnahme mit ihrer entsprechenden Expertise einbezogen werden. Es darf keine Entscheidung für weitere Öffnungen geben, die nicht die Perspektive der Beschäftigten und ihre Gesunderhaltung am Arbeitsplatz mitdenkt.“

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
André Schönewolf, Abteilung Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, DGB Hessen-Thüringen
Telefon: 069-27300532
E-Mail: andre.schoenewolf@dgb.de

 


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