Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 064 - 27.06.2013

Arbeitsmarktdaten: In Hessen nichts Neues

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni 2013 in Hessen erklärt der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Körzell: „In Hessen nichts Neues: Dass es keine Entwicklung auf dem Arbeitmarkt gibt, stimmt pessimistisch für die weitere Jahresentwicklung. Die Arbeitgeber bleiben den Beweis für ihr ständiges Jammern über Fachkräftemangel schuldig, wenn sie qualifizierten jungen Menschen unter 25 Jahren nicht die Möglichkeit geben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleiches gilt für die Beschäftigung Älterer. Es passt nicht zusammen, die Erhöhung des Renteneintrittsalters zu fordern, Ältere dann aber nicht zu beschäftigen. Arbeitgeber sind hier in der Verantwortung, das Wissen und die Erfahrung Älterer in ihre Unternehmen zu holen und in Sachen Gesundheitsmanagement nachzusteuern. Die langjährige Erfahrung älterer Beschäftigter ist ein unschätzbarer Gewinn für jedes Unternehmen.

In besonderer Verantwortung sind wir gegenüber jungen Erwachsenen, die ungelernt oder angelernt einer Beschäftigung nachgehen. In Hessen liegt ein enormes Potential brach: 70.000 junge Menschen im Alter zwischen 25 und 35 sind ohne qualifizierten Berufsabschluss. 40.000 von ihnen gehen dabei als Ungelernte einer Beschäftigung nach. Sie müssen angesprochen und motiviert werden. Andernfalls bleiben ihre Potentiale weiterhin unbeachtet, was schlicht verantwortungslos ist.“

Ein Blick über die Landesgrenze reicht, so Körzell. Die Initiative „Thüringen braucht Dich“ sei ein gutes Beispiel dafür, dass sich der Einsatz lohnt. Mit Unterstützungen von Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft und Bundesagentur für Arbeit haben sich bislang gut 650 junge Thüringerinnen und Thüringer bis 35 Jahre für eine Aus- oder Weiterbildung entschieden und stehen anschließend dem Arbeitsmarkt als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung.

 

 


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