Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 045 - 02.05.2012

Schwächelnder Arbeitsmarkt löst altbekannte Arbeitgeberreflexe aus

DGB fordert Unternehmen auf, mehr auszubilden

Verwundert zeigt sich Körzell darüber, dass die Arbeitgeber weniger Jugendliche beschäftigen. „Hier tritt Hessen auf der Stelle, obwohl die Arbeitgeber und deren Verbände nicht müde werden, den Fachkräftemangel zu beklagen. Wer klagt, muss auch handeln. Das heißt, junge Menschen nach der Ausbildung zu übernehmen, so wie dies die IG Metall in der laufenden Tarifrunde fordert, beziehungsweise die jungen Leute zur Ausbildung einzustellen.“

Das Handeln der Unternehmen stehe im krassen Widerspruch zum Reden. Das werde deutlich, wenn man sich die Entwicklung bei den Erwerbslosen unter 25 Jahren ansieht. Hier sei zwar laut Bundesagentur der Rückgang gestoppt. Es gebe aber in Hessen trotzdem noch über 17.000 Erwerbslose in dieser Altersgruppe. Körzell: „Das bestätigt die Forderung der IG Metall in den laufenden Tarifrunden, Jugendliche nach der Ausbildung zu übernehmen.“ Zudem müssten die Unternehmen überhaupt mehr ausbilden. „Schon jetzt im April haben wir 2400 Jugendliche mehr, die einen Ausbildungsplatz suchen als Ausbildungsplatz-Angebote der Unternehmen. Jugendarbeitslosigkeit kann nur dann beständig weiter abnehmen, wenn mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen würden.“


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