Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 56 - 01.07.2019

Befristungswahnsinn in Hessen stoppen – nur Gute Arbeit schafft Perspektiven

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit des Monats Juni sagt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen:

„Die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse in Hessen ist im letzten Jahr angestiegen. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung.“ Rudolph beruft sich dabei auf neueste Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Die Unternehmen klagen über fehlende Fachkräfte, geben ihren Beschäftigten aber immer mehr zeitlich befristete Arbeitsverträge. Das passt nicht zusammen. Nur Gute Arbeit schafft Perspektiven.“

Im vergangenen Jahr waren 221.000 hessische Arbeitsverträge zeitlich befristet. Das entspricht 7,2 Prozent aller Arbeitsverhältnisse. Bei den Frauen lag der Anteil mit 7,7 Prozent signifikant höher als bei den Männern mit 6,9 Prozent.

„Insbesondere kritisiert der DGB, dass knapp 64 Prozent – das sind 141.000 Arbeitsverträge – ohne sachlichen Grund befristet sind. Die hessische Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, in ihren Verwaltungen künftig auf sachgrundlose Befristung verzichten zu wollen. Diesen Versprechen müssen endlich auch Taten folgen. Die sachgrundlose Befristung muss abgeschafft werden.“, so Rudolph abschließend.


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