Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 033 - 03.05.2022

Charta für verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet

DGB ruft zu mehr nachhaltigem Wirtschaften auf

Anlässlich der ersten Jahreskonferenz der Wirtschaftsinitiative für nachhaltiges Wirtschaften freut sich der DGB Hessen-Thüringen über das Zustandekommen der Initiative und darüber, dass gemeinsam die Charta für verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften ins Leben gerufen wurde. Diese orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

„Für uns steht das Ziel der ‚Guten Arbeit‘ im Fokus. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum muss mit der Sicherung und Schaffung hochwertiger Beschäftigung verbunden werden. Dazu müssen Tarifbindung und Mitbestimmung ausgeweitet werden. Wichtig ist nun, dass die Charta in den Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen auch tatsächlich umgesetzt wird“, sagte Michael Rudolph, der Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen.

Als Teil der Wirtschaftsinitiative für nachhaltiges Wirtschaften hat auch der DGB die Charta für verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Die Federführung für die Wirtschaftsinitiative und die Jahreskonferenz liegt bei der Geschäftsführung der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie, die beim Umweltministerium angesiedelt ist. Bei der Charta handelt es sich um eine Selbstverpflichtung, mit der sich die Unterzeichner*innen zu den 17 Zielen der Vereinten Nationen bekennen.

Jedoch wünscht sich der DGB weitere Maßnahmen seitens der Landesregierung. „Freiwillige Absichtserklärungen allein reichen nicht aus, um die Unternehmen nachhaltig auszurichten. Wir setzen uns weiter gegenüber der Landesregierung für ein wirksameres Tariftreuegesetz ein. Außerdem muss die Wirtschaftsförderung an Konditionen gebunden werden. Als Mindestvoraussetzung muss eine Beschäftigungs- und Standortgarantie gelten. Unternehmen sollten nur dann subventioniert werden, wenn sie Tarifverträge zur Anwendung bringen, mitbestimmt sind sowie Aus-, Weiterbildung und Qualifizierung sichern und fördern“, so Rudolph.

Zudem sollen aus Sicht des DGB Hessen-Thüringen durch Transformationslotsen nachhaltiges Wirtschaften in den Unternehmen gefördert werden. Die Lotsen sollten Geschäftsführungen, Betriebs- und Personalräte – gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen – zu Fragen nachhaltigen Wirtschaftens beraten.

„Vor allem im Mittelstand gibt es oft keine strategischen Konzepte zur Gestaltung der Transformation sowie eine geeignete Personal- und Qualifizierungsplanung. Hier ist das Wirtschaftsministerium gefordert. Soziale, ökologische und ökonomische Aspekte sollten gleichermaßen eine Rolle spielen.“

Der gesamte Wortlaut der Charta ist hier abrufbar: Charta der Wirtschaftsinitiative


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