Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 063 - 01.09.2015

DGB fordert Offensive in Sachen Ausbildungsqualität

Trotz der komfortablen Lage am thüringischen Ausbildungsmarkt sind immer noch knapp 2.000 junge Menschen ohne einen Ausbildungsvertrag. „Wie kann es sein, dass bei solch günstigen Bedingungen immer noch junge Menschen zum 1. September auf der Straße stehen?“ So der stellvertretende DGB Bezirksvorsitzende Sandro Witt. „Die Politik und die Wirtschaft müssen jetzt handeln, damit nicht noch mehr junge Menschen in Thüringen ohne berufliche Bildung bleiben oder ganz und gar Thüringen den Rücken kehren. Nur eine Offensive in der Vermittlung und in der Qualität der beruflichen Bildung kann diesen Missstand aufheben.“

Die unbesetzten Stellen lassen sich bestimmten Branchen zuordnen. Hierbei handelt es sich vor allem um Bereiche, in denen schon seit Jahren keine Verbesserung der Ausbildungsqualität festzustellen ist. Dazu zählt nach wie vor der Hotel- und Gaststättenbereich, der für Thüringen einen unverzichtbaren Wirtschaftssektor darstellt.

„So hören wir häufig von miserablen Bedingungen in der Ausbildung, die mitunter so weit gehen, dass sogar gegen Gesetze verstoßen wird“, sagt Sandro Witt. Von daher sei es kein Wunder, wenn junge Menschen in diesen Bereichen keine Ausbildung mehr suchen. Der DGB fordert stärkere Kontrollen in den Unternehmen und eine tiefergehende Analyse darüber, weshalb es so schwierig ist, gerade im Produktions- und Fertigungsbereich für betrieblichen Nachwuchs zu sorgen.

Für Rückfragen ist Sandro Witt unter 0151-14806084 zu erreichen.

 


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