Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 096 - 23.11.2022

Klimaschutz mit „Guter Arbeit“ verbinden!

Anlässlich der heutigen Anhörung zum Klimaschutzgesetz im Hessischen Landtag begrüßt der DGB das angestrebte Ziel bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Allerdings besteht beim Gesetzentwurf noch Nachbesserungsbedarf. Die Folgen für die Beschäftigten müssen verstärkt in den Fokus genommen werden.

Dazu sagt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Die Klimaschutzziele müssen mit der Sicherung und Schaffung guter, tarifgebundener und mitbestimmter Beschäftigung verbunden werden. Nachhaltigkeit muss immer ökologisch und sozial sein, sonst wird der Wandel nicht gelingen und Akzeptanzprobleme haben. Wir brauchen einen gerechten Wandel, an dessen Umsetzung die Beschäftigten beteiligt werden.“

Der Entwurf zum Klimaschutzgesetz sei hier nicht ausreichend. Daher plädiert der DGB für die Einrichtung eines Transformationsfonds, aus dem Investitionen in die Dekarbonisierung der Wirtschaft und Maßnahmen zur Erschließung neuer Beschäftigungsperspektiven sowie zur sozialen Abfederung finanziert werden. Der klimaneutrale Umbau müsse durch eine Ausweitung von Tarifbindung, Mitbestimmung, Aus-, Weiterbildung und Qualifizierung begleitet werden.

Außerdem wirbt der DGB für die Einrichtung von Transformationslotsen. Diese sollten Beschäftigte, Betriebs- und Personalräte zu Fragen des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung beraten und bilden. Ebenso sei bei der Einrichtung des geplanten Klimabeirats darauf zu achten, die Perspektive der Beschäftigten zu berücksichtigen.


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