Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 62 - 12.07.2019
Mehr Nachwuchs bei der Thüringer Polizei -

DGB und GdP sehen Bedarf an Lehrkräften und Wohnraum

Heute besuchte Michael Rudolph, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für Hessen und Thüringen mit Kai Christ, Vorsitzender der Thüringer Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Polizeischule in Meiningen.

Die GdP und ihr Dachverband freuen sich über den Personalaufbau bei der Polizei im Freistaat. Michael Rudolph dazu: „Das ist ein wichtiger Schritt für die Entlastung des Personals im Polizeidienst.“ Klar wurde beim Besuch der Schule aber auch: Das Bildungszentrum muss dringend ausgebaut werden. Rudolph und Christ sprachen mit Schulleiterin Heike Langguth und Personalrätin Susanne Pfeifer über den Umgang mit den erheblich angestiegenen Ausbildungszahlen.

Dazu Kai Christ: „2014 wurden in der Meininger Polizeischule noch 125 Polizistinnen und Polizisten pro Jahrgang ausgebildet. Letztes Jahr stieg die Zahl bereits auf 285. Das ist ein Erfolg auch der kontinuierlichen Arbeit der GdP. Die Kolleginnen und Kollegen werden in den Dienststellen dringend gebraucht, davon konnten wir die Landesregierung überzeugen. Wir müssen dann aber auch für gute Ausbildungsbildungsbedingungen sorgen und dürfen nicht vergessen, dass nun auch mehr Lehrkräfte gebraucht werden.“

Künftig soll die Zahl der Neueinstellung pro Jahr bei 220 bis 250 liegen. Michael Rudolph: „Die Kapazitäten der Bildungseinrichtung sind begrenzt. Davon konnten wir uns heute selbst ein Bild machen. Die Lehrkräfte der Polizeischule unterrichten heute – bei gleichem Personalstand – doppelt so viele Auszubildende. Es gibt nicht genügend Wohnraum für die Anwärterinnen und Anwärter. Hierfür wäre die Schaffung ausreichender Internatsplätze die beste Lösung.“

Christ: „An der Bildungseinrichtung besteht Handlungsbedarf. Mehr Personal- und Platz ist nicht nur für die Lehrkräfte wichtig: Es geht auch darum, die hohe Qualität der Polizeiausbildung zu wahren.“


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