Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 022 - 27.04.2018

DGB: Arbeitslosenversicherung stärken und Langzeitarbeitslosigkeit eindämmen

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat April in Hessen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Stärkung der Arbeitslosenversicherung und wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Langzeitarbeitslosigkeit. „Die gute Konjunktur und weiter sinkende Arbeitslosenzahlen sind die besten Voraussetzungen dafür, diejenigen, die offensichtlich nicht davon profitieren können, wirksam zu unterstützen. Dafür müssen vor allem die Jobcenter besser ausgestattet werden“, so der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph.

„Die Beschäftigten müssen sich auf die Leistung ihrer Versicherung bei Arbeitslosigkeit verlassen können. Gleiches gilt aber auch für die steuerfinanzierte Arbeit der Jobcenter.“ In Hessen würden nur noch 34 Prozent aller Arbeitslosen von der Arbeitslosenversicherung (SGB III) geschützt. Bei aktuell 157.860 Arbeitslosen haben nur noch 52.412 Menschen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Der weitaus größere Teil müsse mit Hartz IV und der Vermittlung durch die Jobcenter zurechtkommen. Doch gerade den Jobcentern fehle das Geld.

„Die Jobcenter müssen sachgerecht mit Personal und Geld ausgestattet werden. Das finanziell unterstützte Nachholen von Berufsabschlüssen - anstelle kurzfristiger Maßnahmen von der Stange - muss auch dort möglich sein. Werden die Jobcenter allerdings nicht auf eine stabile finanzielle Grundlage gestellt und endlich realistische Verwaltungskosten zugrunde gelegt, wird es auch langfristig bei einer Unterfinanzierung der Jobcenter bleiben. Zudem würden die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten zusätzlichen Mittel für die Verbesserung der Eingliederungschancen langzeitarbeitsloser Menschen möglicherweise gerade dort zweckentfremdet, wo sie am nötigsten gebraucht werden.“

 

 

 


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