Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011 - 06.03.2024

Mit Tarifverträgen die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern in Hessen bekämpfen!

Anlässlich des Equal Pay Day fordert der DGB Hessen-Thüringen die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen und betont die Bedeutung von Tarifverträgen als wirksames Mittel zur Beseitigung der Lohnlücke.

Das dritte Jahr in Folge hat sich nichts daran geändert, dass Frauen in Deutschland im Schnitt 18% weniger Gehalt erhalten als Männer. Deutschland bleibt damit auch im Jahr 2024 eines der EU-Schlusslichter.

Wir dürfen uns nicht an eine stetig hohe Entgeltlücke in Deutschland gewöhnen, sondern müssen alle Hebel in Bewegung setzen, damit sich diese endlich verringert, kommentieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften anlässlich des heutigen Equal Pay Day. Um die Entgeltlücke, die in Hessen 20% beträgt, zu verringern, müssen Bedingungen geschaffen werden, die Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht.

„Das wirksamste Mittel, um die Lohnlücke deutlich zu verringern, sind Tarifverträge, denn Frauen verdienen in tarifgebundenen Betrieben durchschnittlich 3,70 Euro pro Stunde mehr als Frauen in nicht tarifgebundenen Betrieben. Tarifverträge schaffen Transparenz, Sicherheit, Planbarkeit und begrenzen Willkür. Eine starke Tarifbindung ist somit von erheblichem gesamtgesellschaftlichem Interesse. Doch es gibt noch viel Luft nach oben, in Hessen arbeiten nur 55% der Beschäftigten insgesamt in Betrieben mit Tarifbindung. Das greifen wir in unserer Kampagne #Tarifwende auf, denn Tarifverträge sind auch feministisch!“ erläutert Renate Sternatz, stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen.

Zudem müsse die überwiegend von Frauen geleistete Arbeit besser bezahlt werden. „Die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales müssen verbessert werden, um den Gender Pay Gap zu schließen, aber auch um dem Fachkräftemangel in diesen Bereichen zu begegnen“, so Sternatz. „Die bestehenden Fehlanreize im Steuer- und Sozialrecht müssen beseitigt und es muss grundsätzlich mehr für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie getan werden. Bis zur Geschlechtergerechtigkeit ist noch viel zu tun“, betont die stellvertretende DGB-Vorsitzende.


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