Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002 - 16.01.2020

DGB Hessen-Thüringen unterstützt Neuauflage des Bündnisses Ausbildung

Anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Bündnispapiers in Wiesbaden, sagt Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen:

„Wir setzen uns für die Interessen der Auszubildenden und der Beschäftigten im gesamten Bereich der Ausbildung ein. Deshalb haben wir intensiv an der Neuauflage des Bündnisses Ausbildung mitgearbeitet und mitverhandelt. Auch, wenn nicht all unsere Vorschläge aufgenommen und berücksichtigt wurden, sehen wir die Vorteile, die das Bündnis den Azubis und Beschäftigten bringt und freuen uns, dass durch unsere Verhandlungen gute Neuerungen aufgenommen werden konnten.“

Viele Maßnahmen und Vereinbarungen aus den Bereichen Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Unterstützung beim Übergang in eine Ausbildung und während der Ausbildung, Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen würden vom Bündnis fortgeführt, aber auch um neue Aspekte ergänzt. Vor allem dem hohen Unterstützungsbedarf beeinträchtigter und benachteiligter Jugendlicher sei im neuen Papier verstärkt Rechnung getragen worden, so Witt. 

„Wir haben in den Verhandlungsrunden vor allem in Fragen der Berufseinstiegsbegleitung unsere unterstützende Position deutlich gemacht. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass die Hessische Landesregierung – so wie die Regierung in Thüringen – eine Ko-Finanzierung dieser wichtigen individuellen Begleitung junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf vornimmt. Hier stellt sich Schwarzgrün allerdings absolut quer. Deswegen bleibt unsere Forderung an die Landesregierung weiterhin bestehen, die Berufseinstiegsbegleitung mit verbesserten Arbeitsbedingungen für die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, zu fördern.“

Gewerkschaftliche Erfolge für dieses Bündnis verbuche der DGB beispielsweise in der Festschreibung der Förderung des Schülerinnen- und Schüler- sowie des Azubitickets. Außerdem wolle das Land auf DGB-Initiative hin prüfen, wie die bestehenden Ansätze zur Wohnförderung für Auszubildende aus Landes- und Bundesmitteln erweitert werden könnten. Jugendlichen solle künftig schneller und unbürokratischer geholfen werden, an die richtigen Unterstützungsmaßnahmen zu kommen. Geflüchteten solle mit dem zweiten Berufsschultag Unterstützung zugesichert werden. Es werde außerdem überprüft, ob zur Sicherung der Qualität der Praxisphasen in praxisinte­grierten dualen Studiengängen, ergänzende Regelungen auf Landesebene notwendig seien.

Diese Erfolge müssten natürlich über reine Lippenbekenntnisse hinaus umgesetzt werden. „Die schwarz-grüne Landesregierung hat alle Umsetzungen unter Haushaltsvorbehalt gestellt. Das bedeutet leider Unklarheit, ob und wie unsere Vorschläge und die des Bündnisses realisiert werden. Schlussendlich hängt dies vom politischen Willen des Landes und der Überzeugungskraft aller Bündnispartner gegenüber der Landesregierung ab. Unser Kurs ist klar: Wir arbeiten gerne im Bündnis mit, wollen aber auch Erfolge in der Umsetzung im Interesse der Azubis und Beschäftigten sehen“, so Gewerkschafter Witt abschließend.

 


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