Bundesweite Aktionstage für einen Mietenstopp: DGB fordert von neuer Koalition in Wiesbaden einen Maßnahmenkatalog gegen steigende Mieten

Datum

Ordnungsnummer PM 320

Vom 3. bis 5. Juli finden bundesweit Aktionstage für einen Mietenstopp statt. Auch in Wiesbaden fordert der DGB mehr bezahlbaren Wohnraum und einen sofortigen sechsjährigen Mietenstopp.

„Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es in Wiesbaden zunehmend", sagte Sascha Schmidt (Vorsitzender des DGB Wiesbaden Rheingau Taunus). „Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den Mieterinnen mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen."

Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten in Wiesbaden um rund 43 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis noch bei 9,25 Euro, Anfang 2026 bereits bei 13,67 Euro. „Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus der Stadt verdrängt", betonte Schmidt.

Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nicht aus. Der DGB fordert darüber hinaus:
• einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
• die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
• eine wirksame Mietpreisbremse sowie die Ahndung von Mietwucher. 

„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware. Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder Verantwortung übernehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern", sagte Schmidt. „Egal welche Koalition in Wiesbaden zustande kommt: Wir brauchen deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum. Dafür bedarf es eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs. Rückschritte zu Ungunsten von Mieterinnen und Mietern darf es nicht geben“.

 

Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten. Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de

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