Deutscher Gewerkschaftsbund

Internationaler Frauentag

Vom Frauenwahlrecht zur gleichberechtigten Teilhabe

Frauenwahlrecht

Die zentrale politische Forderung des ersten Internationalen Frauentages 1911 war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen.

Heute schauen wir auf wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung zurück:  90 Jahre Frauenwahlrecht, 60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz, 50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz.

Wir haben viel erreicht. Dennoch: echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sieht anders aus. Heute geht es um die Verwirklichung der Chancengleichheit, um gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben und an politischen Entscheidungsprozessen und gesellschaftlichen Ressourcen. In Deutschland verdienen Frauen noch immer bis zu 23 Prozent weniger als Männer. Viele von ihnen bemühen sich täglich um eine Balance zwischen Familie und Beruf. Und viele Frauen wollen einen beruflichen Aufstieg wie ihre männlichen Kollegen.

In vielen Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag stellen Gewerkschafterinnen mit anderen frauenpolitischen Akteurinnen ihre Forderungen in den Mittelpunkt. Sie engagieren sich für Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gleiche Karrierechancen. Frauen sind aber wesentlich stärker mit niedrig(st)en Löhnen und unsicherer Beschäftigung konfrontiert. Dass Frauen im Alter von ihrer Rente leben können, setzt gute Beschäftigungschancen mit guter Bezahlung voraus.

Wir fordern heute:

· gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
· bedarfsgerechte und qualifizierte Bildungs- und   Betreuungseinrichtungen für alle Kinder
· flexible Arbeitzeitmodelle
· bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege
· gleiche Karrierechancen für Männer und Frauen - mehr Frauen in Führungspositionen
· Eindämmung von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung gesetzlicher Mindestlohn
· eigenständige Existenzsicherung für Frauen und sichere Rente

Mehr Informationen 

Zur Bildergalerie Plakate zum Internationalen Frauentag der DGB-Frauen
http://frauen.dgb.de/frau-geht-vor/++co++c7c58e36-3f3c-11e0-4466-00188b4dc422

Website der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
http://library.fes.de/library/netzquelle/frauen/index.html

Website des Goethe-Institus
http://www.goethe.de/ins/dk/prj/inf/deindex.htm

Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung
www.addf-kassel.de

Website der UN zum Weltfrauentag
http://www.un.org/womenwatch/feature/iwd/

International Womens Day
http://www.internationalwomensday.com/

 








10.03.2011

In­ter­na­tio­na­ler Frau­en­tag 2011

Veranstaltung am 8. März im Frankfurter Gewerkschaftshaus
Viele Frauen feierten den 100. Internationalen Frauentag. Im Foyer des DGB-Hauses Frankfurt präsentierten sich Infostände von Fraueninitiativen und -verbänden. Getränke und Gebäck organisierte die Frauengruppe des Türkischen Volkshauses Frankfurt Am Abend gab es Frauenkabarett mit Heide Michels & Rita Zimmermann aus Köln.
zur Fotostrecke …








Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
DGB zum Internationalen Frauentag 2020 in Hessen
Im Jahr 2020 sind Frauen noch immer von Diskriminierung, schlechteren Chancen beim Job, Sexismus und geschlechterbasierter Gewalt betroffen. Mit sechs Stunden pro Tag bringen Mütter täglich doppelt so viel Zeit für Kinderbetreuung, Haushalt und die Pflege von Angehörigen auf, als Väter. Neben der unbe-zahlten und nicht wertgeschätzten Haus- und Pflegearbeit sind Frauen zudem oft in schlecht bezahlten und befristeten Teilzeitberufen tätig. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2019
Am 25. November ist Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Anlässlich dieses Tages fordert der DGB Hessen-Thüringen das Land Hessen auf, stärkere finanzielle Anstrengungen zu unternehmen, um die Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von häuslicher Gewalt gegen Frauen umzusetzen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
DGB zum Internationalen Frauentag 2020 in Thüringen
Im Jahr 2020 sind Frauen noch immer von schlechteren Einkommen sowie beruflichen Chancen, Diskriminierung, Sexismus und geschlechterbasierter Gewalt betroffen. Mit sechs Stunden pro Tag bringen Mütter täglich doppelt so viel Zeit für Kinderbetreuung, Haushalt und die Pflege von Angehörigen auf, als Väter. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten