Deutscher Gewerkschaftsbund

13.04.2012

Rock gegen Rechts in Darmstadt am 12.05.2012

RGR Darmstadt

SSR Darmstadt

Am 12. Mai 2012 veranstaltet der Stadtschüler*innenrat Darmstadt zum 7 .Mal „Rock gegen Rechts“. Auch diesmal soll neben der musikalischen Unterhaltung die politische Aufklärung im Vordergrund stehen. Es gilt ein Zeichen gegen rechtsextreme, xenophobe und rassistische Denkweisen zu setzen. Erklärtes Ziel ist es, Aufklärung zu leisten und zum Engagement gegen Rechtsextremismus zu motivieren.

Es soll eine klare Gegenposition zu staatlichem Rassismus und alltagsrassistischen Strömungen gesetzt werden. Zu ersterem Thema werden wir in einem Workshop die Abschiebeproblematik und die Rolle der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland in Form der Grenzpolizei Frontex betrachten.

In unseren Augen ist aber neben dem traditionellen Rassismus, der in einem Zeitzeugengespräch mit Hans Heisel, einem Kämpfer der französischen Resistance während des Zweiten Weltkriegs, in Erinnerung gerufen wird, ebenfalls der moderne Rassismus ein Problem, was allgegenwärtig ist.

Neben Homophobie ist auch Sexismus noch sehr stark in unserer Gesellschaft verankert. Der immer noch benachteiligte Stand der gleichgeschlechtlichen Ehe und die Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau sprechen hier eine klare Sprache.

Aber auch unbekannte Rassismen, wie der Klassismus (Ausgrenzung sozial schwächerer Schichten), sollen mit unserer Veranstaltung in die Öffentlichkeit getragen und gezielt bekämpft werden. Allgemein stellen wir fest, dass der Begriff des Rassismus sich in den letzten Jahren gewandelt hat. Es wird nicht mehr nur von der klassischen „Rassentheorie“ der Nazi-Ideologie ausgegangen. Vielmehr werden imaginäre „Rassen“ - in dem Fall grenzen sich Menschen der Ober- und/oder der Mittelschicht von der Unterschicht ab - konstruiert, um sich von anderen Menschen abzugrenzen zum Zwecke des eigenen Vorteils.

Der Kampf gegen Rassismus und rechtes Gedankengut auf allen Ebenen ist ein wichtiger. Umso folgenreicher erscheinen hierbei staatliche Repressionen oder unwissenschaftliche Konstrukte , wie die Extremismustheorie seitens Politik, Polizei, Justiz und Verfassungsschutz, die den antirassistischen und antifaschistischen Widerstand zu schwächen oder zu brechen suchen. Um die  kritische Aufarbeitung einer solchen Theorie soll es in einem weiteren Workshop, geleitet von Dr. David Salomon (Dozent an der TU Darmstadt), gehen.

Wer die Relevanz der antifaschistischen Arbeit erkannt hat, für den oder die wird es einen Workshop zur Antifa-Arbeit in Gruppen oder im Alltagsleben geben.

Die Workshops beginnen ab 15 Uhr im 603qm (Alexanderstraße 2).

Nach all der Theorie wird der Abend musikalisch in der Centralstation weitergehen. Bei einem Eintritt von 3 € (Soli: 5 €) werden The Iascope (Psychedelic Rock aus Darmstadt), Dopewalka (Dancehall aus München) und Tapete (HipHop aus Berlin) ab 20 Uhr für Unterhaltung sorgen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der AG „Weltoffenes Darmstadt“, dem Jugendring Darmstadt, dem AStA der TU Darmstadt, derDGB Jugend, der ver.di Jugend, der Landesschülervertretung Hessen, der GEW und der IG BCE Jugend.

In diesem Sinne: Darmstadt ist und bleibt antifaschistisch und Kein Mensch ist illegal!


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