Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2018

Sachgrundlose Befristung abschaffen

Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten in Hessen und Thüringen für den Monat September fordert der DGB Hessen-Thüringen verstärkte Anstrengungen bei der Fachkräftesicherung durch eine wirksame Eindämmung prekärer Beschäftigung – insbesondere bei der zeitlichen Befristung von Arbeitsverträgen.

Michael Rudolph fordert die Politik auf, insbesondere die Befristung ohne Sachgrund, die im großen Maß den öffentlichen Dienst und den Hochschulsektor betreffen, unverzüglich abzuschaffen: „Nahezu die Hälfte aller befristet Beschäftigten sind sachgrundlos befristet. Oftmals kommt es zum Drehtür-Effekt: befähigte Mitarbeiter bekommen nach der rechtlich zulässigen Befristungszeit von zwei Jahren keine Festanstellung und müssen den Betrieb wieder verlassen.“ Rudolph appelliert an die Große Koalition: „Diese Praxis muss schnellstens beendet werden. Die Bundesregierung hat dazu zwar Pläne, jedoch bleiben diese weit hinter den Erfordernissen zurück. Viele Beschäftigte würden davon nicht profitieren, weil sie in Unternehmen mit weniger als 75 Beschäftigten arbeiteten, die wiederum von der Regelung ausgenommen sind. Wir erwarten, dass die sachgrundlose Befristung für alle abgeschafft wird!“

Nachfolgend die Texte der Pressemitteilungen für Hessen und Thüringen im Wortlaut.


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