Deutscher Gewerkschaftsbund

04.02.2015

DGB-Frauen Bergstraße nehmen Arbeit auf

Mit Engagement für Gleichstellung - Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit - Vereinbarkeit von Familie und Karriere

HEPPENHEIM / BERGSTRASSE. Engagierte Gewerkschafterinnen haben in Heppenheim eine DGB-Frauengruppe für den Kreis Bergstraße gegründet. Von der Versammlung wurde einstimmig ein Sprecherinnenkreis gewählt. Dem Sprecherinnenkreis gehören Ayse Abaza-Wilhelm (IGBCE), Silke Brauner (GEW), Christina Keil (IG Metall) und Hilde Kille (ver.di) an. Im DGB-Kreisvorstand Bergstraße werden die Gewerkschaftsfrauen durch Silke Brauner und Hilde Kille vertreten. Mit viel Engagement wollen sich die DGB-Frauen für die volle Gleichstellung von Frauen und Männern, für gleiches Geld für gleichwertige Arbeit und für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere einsetzen: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie reicht uns nicht“.

DGB-Kreisvorsitzender Franz Beiwinkel, die Stellvertretende Kreisvorsitzende Ute Schmitt, DGB-Regionsfrauensekretärin Heike Weber und DGB-Regionssekretär Horst Raupp gratulierten den frisch gewählten Sprecherinnen sehr herzlich zu ihrer Wahl.

In ihrem Eingangsreferat betonte Silke Brauner, wie wichtig eine eigenständige Frauenarbeit im DGB sei und dass im Bereich der Frauenpolitik noch viele harte Bretter zu bohren sind. Frauen seien in Bereichen der Gewerkschaft unterrepräsentiert und würden nach wie vor keine gleichwertige Behandlung in der Gesellschaft erfahren. Eine wichtige Forderung von Silke Brauner liege auch in der gleichwertigen Bildung von Schülerinnen und Schülern unabhängig von dem Einkommen und der Arbeitssituation der Eltern. „Bildung und sozialer Aufstieg ist immer noch an den Geldbeutel und den sozialen Status der Eltern gekoppelt“. Die Gewerkschafterin machte zudem deutlich: „Wir wollen volle Gleichberechtigung nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern an 365 Tagen im Jahr.“ Abschließend unterstrich Ute Schmitt, dass Frauenpolitik auch Sozialpolitik ist und somit wird in der DGB-Frauengruppe auch in Zukunft eng mit den Männern zusammengearbeitet.

DGB-Regionssekretär Horst Raupp machte am Beispiel der Arbeitsmarktentwicklung im Kreis Bergstraße deutlich, dass Lohnarmut und damit zusammenhängend Altersarmut in erster Linie weiblich sind. So arbeiten Frauen häufig im Dienstleistungssektor mit einem relativ geringeren Einkommen gegenüber dem produzierenden Gewerbe, wo Männer häufiger tätig sind. Aber auch die Lohndiskriminierung von Frauen hat einen Einfluss auf das Lohngefälle. Viele Frauen erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung keine existenzsichernden Löhne und können damit auch keinen existenzsichernden Rentenanspruch erarbeiten. Insgesamt erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Die DGB-Frauen wollen dieses Thema mit Aktionen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit offensiv angehen.

DGB-Frauen Bergstraße – Infos und Kontakte: s-brauner@gmx.de


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