Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2024

700 Beamtinnen und Beamte demonstrieren zur Unterstützung der laufenden Tarifrunde Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen

Am Samstag demonstrierten in Frankfurt 700 Beamtinnen und Beamte anlässlich der Tarifverhandlungen der Gewerkschaften mit dem Land Hessen. Sie unterstützen die Forderung nach 10,5 % mehr, mindestens aber 500 €. Aufgerufen hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund gemeinsam mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im DGB. Die dritte und abschließende Verhandlungsrunde ist für diese Woche angesetzt.

Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, dankte für die Solidarität mit den Tarifbeschäftigten und stellte zudem klar: "Wir fordern die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten!"

Die stellvertretende Vorsitzende der GEW, Heike Ackermann, ordnete die Forderung ein: "Nach zwei Jahren massiver Teuerung haben die Beschäftigten ein tiefes Loch im Portemonnaie. Das muss jetzt ausgeglichen werden. Zudem werden die für gute Bildung dringend benötigte Kolleg*innen nur mit besseren Arbeitsbedingungen gewonnen."

Rainer Lach, ver.di, hob ich seiner Rede den täglichen Einsatz von Beamt*innen für Demokratie und Verfassung hervor. „Dafür beanspruchen sie auch eine verfassungskonforme Besoldung und Versorgung!" Und „Zusammen geht mehr. "

Claudia Mävers, IG Bau, sprach für die Forstbediensteten: "Wir schützen und pflegen das Ökosystem Wald, dafür brauchen auch wir gute Arbeits- und Einkommensbedingungen."

Jochen Zeng, stellvertretender Vorsitzender der GdP, richtete sich direkt an die Landesregierung: „Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld, mehr Wertschätzung - das ist überfällig und ansonsten sind die Einstellungsziele nicht zu erreichen!"

Als spezielles Anliegen der Beamt*innen bei Polizei und Feuerwehr wurden außerdem deutlich vernehmbar die Anhebung der Polizei- und der Feuerwehrzulage gefordert und dass diese auch für die Pension eine Rolle spielen müsse.  „Die besondere physische und psychische Belastung aus diesem Dienst an der Gesellschaft, die nimmt man mit in den Ruhestand", so Zeng. 

 

 


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