Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB: Nein zur Gewalt gegen Frauen!

Comic Stop Gewalt von Frauen

DGB / 123rf.com

Anlässlich des Internationalen Aktionstages für den Schutz von Frauen vor Gewalt fordert Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen:

„Die Landesregierungen von Hessen und Thüringen sind gefordert, ausreichend und dauerhaft in Frauenhäuser, Prävention und Beratung zu investieren. Damit Unterstützung, Schutz und Beratung auch wirklich bei jeder Betroffenen ankommen, müssen kommunale und regionale Beratungsstrukturen ausgebaut und ihre Finanzierung endlich auf sichere Füße gestellt werden.“

Gewalt gegen Frauen sei noch immer Alltag und auch übergriffiges Verhalten am Arbeitsplatz stelle ein massives Problem dar. 50 Prozent aller Beschäftigten hätten sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bereits selbst erlebt oder beobachtet.

Rudolph weiter: „Wir brauchen mehr Betriebsvereinbarungen, um die Präventionsarbeit in den Betrieben und Dienststellen zu stärken. Gegen Gewalt am Arbeitsplatz brauchen wir ein weltweit verbindliches ‚Null-Toleranz‘-Signal. Betroffene brauchen sofortigen, unbürokratischen, barriere- und kostenfreien Zugang zu Schutz und Hilfe, unabhängig von Einkommen, Aufenthaltstitel, Herkunft, gesundheitlicher Einschränkung oder Behinderung.“

Hinweis:

Wie ein diskriminierungsfreies Betriebsklima geschaffen werden kann, zeigt der DGB-Leitfaden gegen sexuelle Belästigung mit Praxis-Beispielen und einer Muster-Betriebsvereinbarung.


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