Deutscher Gewerkschaftsbund

02.06.2015

DGB: Minijobs untergraben soziale Sicherung

Mehr als eine halbe Million Menschen in Hessen arbeiten in unsicheren Minijobs, in Thüringen sind es mehr 102.000 Menschen. Minijobs, von denen insbesondere Frauen betroffen sind, bieten kaum soziale Absicherung und sind häufig eine Rutschbahn in die Altersarmut. Oft sind es familiäre Gründe, wie die Betreuung von Kindern und Angehörigen, weswegen die Menschen Teilzeit arbeiten. Die Politik müsse die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessern, indem veränderte betriebliche Arbeitszeitkonzepte entwickelt werden oder der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten gefördert wird.

Nachstehend die Presemeldungen für Thüringen und Hessen im Wortlaut.


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Soziale Sicherheit statt Minijobs – auch im hessischen Weihnachtsgeschäft!
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt in Hessen ist positiv. Und trotzdem ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, die Anzahl der geringfügig Beschäftigten zu senken. Das ist beschämend! Zur Pressemeldung
Pressemeldung
DGB zum Arbeitsmarkt in Hessen
„Die gute konjunkturelle Lage trübt sich bundesweit ein, auch am hessischen Arbeitsmarkt machen sich Veränderungen deutlich bemerkbar." Zur Pressemeldung
Pressemeldung
DGB Hessen-Thüringen: Zunahme der Hartz IV-Aufstocker ist ein Skandal: Gute Löhne überfällig!
Angesichts des aktuellen Berichts der Bundesagentur für Arbeit zur Situation auf dem Thüringer Arbeitsmarkt, erklärt der Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen Michael Rudolph: „Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigt, wie wichtig die Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen sind. Ansonsten wären die Arbeitslosenzahlen bereits sprunghaft angestiegen.“ Dabei hebt Rudolph die getroffenen Regelungen zum Kurzarbeitergeld und dessen Aufstockung positiv hervor: „Viele Beschäftigte litten in den vergangenen Monaten unter massiven Einkommenseinbußen. Es ist gut, dass dies jetzt durch die schrittweise Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 87% zumindest teilweise abgefedert wird“, so Rudolph. Ebenso finde die Verlängerung der Arbeitslosengeldbezugsdauer um weitere drei Monate die Zustimmung der Gewerkschaften. Die Sicherung von Beschäftigung muss aber weiter im Fokus der Politik stehen. Wichtig sei es, jetzt die Wirtschaft durch konjunkturelle Impulse und Investitionen den nötigen Schwung zu verleihen, um aus Kurzarbeit wieder stabile Beschäftigung zu machen. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten