Deutscher Gewerkschaftsbund

25.11.2011

Volles Haus: Veranstaltung von DGB und GEW mit Themis Kotsifakis zur Lage in Griechenland

Themis Kotsifakis

Themis Kotsifakis, Generalsekretär der griechischen Lehrergewerkschaft OLME. Manfred Brinkmann, GEW

Über 80 Zuhörerinnen und Zuhörer konnten DGB und GEW vergangene Woche im Rahmen ihrer gemeinsamen Veranstaltung zu den Auswirkungen der Kürzungspolitik in Griechenland begrüßen. Themis Kotsifakis, Generalsekretär der griechischen Lehrergewerkschaft OLME, zeigte anhand von zahlreichen Beispielen die dramatischen sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser Politik auf.

Die Arbeitslosigkeit, so Kotsifakis, habe sich innerhalb von zwei Jahren auf über 18 Prozent verdoppelt, der öffentliche Dienst sei mit massiven Gehaltskürzungen überzogen worden, und aufgrund von massiven Kürzungen im Bildungsbereich würden zahlreiche Schulen im Winter wohl kein Heizöl kaufen können. Erste Schülerinnen und Schüler kämen hungrig in die Schulen. Der Abbau staatlicher Leistungen, Lohnkürzungen und Sozialabbau wirkten kontraproduktiv, da die prozyklische Wirkung dieser Politik die Wirtschaftsleistung Griechenlands schwäche und so auch die Staatsschulden immer weiter stiegen.

So gut wie alle Besucherinnen und Besucher – dies wurde im Laufe der Diskussion deutlich – waren sich mit Themis Kotsifakis in der Einschätzung einig, dass ein gemeinsamer und koordinierter Widerstand gegen die neoliberale geprägte Politik des Sozialabbaus in Griechenland und ganz Europa notwendig ist.


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