Deutscher Gewerkschaftsbund

07.03.2013

DGB: Nur eine bessere Ausbildung bringt dem Tourismus die fehlenden Auszubildenden

gute Ausbildung gutes Leben

Der DGB Waldeck-Frankenberg kritisiert das Ausweichmanöver Willinger Gastronomen und Hoteliers, Jugendliche in Spanien anzuwerben statt die eigene Ausbildung attraktiver zu machen. Überstunden, schlechte Bezahlung und mangelnde fachliche Anleitung seien im Hotel- und Gaststättengewerbe weit verbreitet. Dies belege nicht zuletzt der jährliche Ausbildungsreport der DGB-Jugend. DGB-Kreisvorsitzender Abt: „Auch die Tourismusbranche muss lernen, was andere Unternehmen längst praktizieren: Eine gute Ausbildung mit Perspektive sorgt für einen guten Ruf und lockt die Jugendlichen. Die Hotels und Gaststätten im Kreis könnten mit gutem Beispiel vorangehen und den Tourismusstandort stärken statt weiter zu gefährden.“

Das Vorgehen der Willinger Tourismusbetriebe bezeichnet Kreisvorsitzender Abt als „makaber“. Zuerst stürzten Banken und Regierungen, allen voran aus Deutschland, Spanien in eine heftige Wirtschaftskrise. Als Folge ist die Hälfte der Jugend dort erwerbslos. Nun würden ausländische Unternehmen die besten Köpfe abwerben, welche Spanien für seine Zukunft brauche, und wollten dafür noch gelobt werden.

Abt freut sich über jeden Jugendlichen, der sich in Waldeck-Frankenberg niederlässt, weil er die Chance auf Ausbildung bekommen hat. Der DGB lässt die Arbeitgeber jedoch nicht aus der Verantwortung, diesen Jugendlichen gute Ausbildung, gute Arbeit und die besten Perspektiven im Landkreis zu bieten.


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